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Langersehnter Umzug der
Feuerwehr in Wedringen

Es war gegen 8 Uhr am 6. Februar als zehn Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wedringen ausrückten. Der Einsatzort war nur ein Katzensprung von ihrem Gerätehaus an der Dorfstraße entfernt. Kein Feuer, keine Havarie – kein Blaulicht, keine Sirene. Die Retter hatten Umzugskartons an Bord und waren auf dem Weg in ihr neues Quartier an der Straße Zum Kanal. „Nach knapp vier Stunden waren Küche, Spinde und Fahrzeughalle eingeräumt“, sagt Wehrleiter Torsten Matusek.
Rund 16 Monate hat die Ortswehr auf diesen Moment gewartet. Der Grund: Nach der Fertigstellung des Neubaus (Kosten: 770 000 Euro, inkl. Außenanlagen) wurden gravierende Mängel an Fassade und Dämmung festgestellt. Die Frage, welche Firma verantwortlich ist, wurde ein Fall fürs Gericht. Aktuell läuft ein Verfahren zur Beweissicherung.
Weil die Dauer des Verfahrens unklar ist, prüfte die Stadtverwaltung die Situation eingehend und kam zu dem Schluss, dass die Nutzung des Gebäudes trotz der Baumängel möglich ist.
Freude in der Truppe – bei einem aktiven Mitglied ist sie wohl noch etwas größer als bei dem Rest der Mannschaft. Gemeint ist die einzige Frau neben 16 Männern. Sie hat nun einen eigenen Umkleidebereich, Dusche und WC.

Kleiner Wermutstropfen für die Kameraden: Die Einweihungsparty wurde coronabedingt erstmal auf Eis gelegt. „Wir hoffen aber, dass sich die Lage soweit bessert, dass wir im September unser Dorffest ausrichten können“, sagt der Wehrleiter. „Bei der Gelegenheit würden wir dann die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses nachholen.“