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„Ausgrenzen - Entrechten – Vernichten“ - Holocaust-Gedenkveranstaltung in der KulturFabrik Haldensleben

75 Jahre sind seit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vergangen. Der Faschismus brachte vielen Menschen in ganz Europa unmenschliche Lebensbedingungen. Sie wurden entrechtet, ermordet. Familien wurden auseinandergerissen, vergast. Nur wenige überlebten diesen unmenschlichen Wahnsinn.

„Was haben Ausgrenzung und Entrechtung und die anschließende Vernichtung der europäischen Juden und Andersdenkender im Dritten Reich mit der Bürgergesellschaft zu tun? Lassen sich Rückschlüsse, Parallelen, Mechanismen erkennen?“ – diese Frage stellte Frank Sommer in den Raum. Gemeinsam mit Schauspielkollegin Marjam Azemoun setzte er sich in einer szenischen Lesung mit interaktiven Momenten mit Ausgrenzung und Entrechtung auseinander, sie stellten ihre Fragen und forderten die Schüler des hiesigen Professor-Fr.- Förster-Gymnasiums zur Stellungnahme heraus. Das Publikum wurde in Form von farbigen Karten in Gruppen eingeteilt, in ein sogenanntes Anderssein. Eine Gruppe wurde ausgegrenzt, die der Vorführung auf dem Fußboden sitzend zuhörten. Die Gefühle der Mädchen und Jungen waren schon beklemmend. Das Fazit im Ganzen: Es war eine gelungene Vorführung, die zum Nachdenken über das Anderssein und Ausgrenzen anregte.