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Haldensleben wird lebenswerter – für Mensch UND Tier

In den letzten Jahrzehnten ist Haldensleben stetig „grüner“ geworden. Mit jeder Baumaßnahme entstanden neue grüne Flächen entlang der Straßen, Wege und Plätze, die Zahl der Bäume vervielfachte sich, ansprechende Grünanlagen wie das renaturierte frühere Freibad an der Ohre bieten Aufenthaltsqualität. Die Pflege und Bewirtschaftung dieser Flächen ist Aufgabe des Stadthofs. Ein ansprechendes Erscheinungsbild „im klassischen Sinne“ zu erhalten – das war bislang dabei die Aufgabenstellung. Doch nun hat sich die Stadt Haldensleben aufgemacht, neben der Optik auch die ökologischen Aspekte noch mehr in den Blick zu nehmen: Per Ratsbeschluss wurde der Weg frei zur Mitgliedschaft im kommunalen „Bündnis für biologische Vielfalt e.V.“

Zentrales Anliegen: In einer Mischung aus Wettbewerb und Zertifizierung wollen die teilnehmenden Kommunen unter dem Titel „Stadtgrün naturnah“ dafür sorgen, dass öffentliches Grün nicht nur schön anzuschauen ist, sondern auch Pflanzen und Tierarten mehr Lebensraum bietet. Die Mittel der Wahl dabei: Schonendere Bearbeitung der Flächen, standortgerechte, regionale Auswahl von Pflanzen und Saaten, Entsiegelung von Flächen und Vernetzung von Lebensräumen.

Vor kurzem nun trafen sich rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger, Fachkundige und Vertreter von Umweltverbänden zu einer ersten Bestandsaufnahme und Ideensammlung. Dabei kam eine Vielzahl von Anregungen zusammen, wie Haldensleben nicht nur für seine Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für eine reiche regionale Pflanzen- und Tierwelt lebenswerter werden kann.

Viele der Ideen drehten sich um eine kreative Nachnutzung leerstehender Kleingartenanlagen, aber auch zahlreiche Vorschläge kamen zur Sprache, wie Bürgerinnen und Bürger motiviert werden können, ihre privaten Gärten naturnaher und ökologischer zu gestalten und vor allem wie die Bürgerschaft auf dem Weg zu naturnahem Stadtgrün „mitgenommen“ werden kann. Denn klar ist, dass extensive gemähte Blühstreifen entlang der Straßen nicht bei jedem Liebhaber ordentliche gepflegter Beete auf sofortiges Verständnis stoßen werden. Die Abteilung Stadtplanung und Umwelt sowie der Stadthof stellen nun die Ideen zu einem Maßnahmenplan zusammen, der dann bei einer Bereisung der Jury im April vorgestellt wird. Schon im Juni sollen dann die Zertifizierung und das Wettbewerbsergebnis verkündet werden.