Inhalt

Freiwillige Feuerwehr Haldensleben – Einsatz an allen Fronten

mit Bildergalerien von der Katastrophenschutzübung und dem "Tag der offenen Tür"

Bei der Katastrophenschutzübung des Landkreises am 11. September war voller Einsatz gefragt: Einen Schiffsunfall auf dem Mittellandkanal mit mehreren Verletzten und einer ABC-Lage (Austritt atomarer, biologischer oder chemischer Gefahrenstoffe) galt es zu bewältigen. Unsere Schwerpunktfeuerwehr war als erstes am Einsatzort und musste erstmal die Lage erkunden und dann geeignete Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge ergreifen. Als klar war, dass aus einem Gefahrgutbehälter Flüssigkeit auslief wurden die Spezialeinsatzkräfte, darunter der ABC-Zug, des Landkreises hinzugezogen. Auch das Schlauchboot kam zum Einsatz, um einen im Wasser treibenden Behälter zu sichern. Das Legen einer Schlauchsperre hatten die Kameradinnen zuvor schon mal bei einem Dienstabend geübt, bei der Übung selber übernahm dies jedoch eine andere Einheit aus dem Landkreis.

Ein paar Eindrücke vom Einsatz bei der Katastrophenschutzübung des Landkreises

Der nächste größere Einsatz war dann mal in eigener Sache beim „Tag der offenen Tür“ am Feuerwehrgerätehaus. Die Kameradinnen und Kameraden hatten gemeinsam mit dem Feuerwehrverein und der Jugendwehr ein äußerst abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Unter anderem das Retten eines Verletzten nach einem Autounfall vorgeführt, bei dem im zweiten Durchgang das Auto zerlegt werden musste, um an den Verletzten heranzukommen.  

Zur Eröffnung übergab die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler zum einen offiziell die neue Fahrzeughalle und zum anderen die Schlüssel für das neue Wechselladerfahrzeug an Wehrleiter Frank Juhl. Sie betonte einmal mehr das unverzichtbare freiwillige Engagement in diesem so wichtigen Ehrenamt und dankte den aktuell 63 Kameradinnen und für die in diesem Jahr bereits geleisteten 106 Einsätze. „Um bestmöglichen Schutz für die Bevölkerung aber auch für die Kameradinnen und Kameraden im Einsatz leisten zu können, ist modernste Ausrüstung unabdingbar,“ stellte Sabine Wendler ebenfalls fest. „Da sind wir mit der Anschaffung des Wechselladers wieder einen großen Schritt vorangekommen – auch wenn die Ausrüstung noch nicht ganz komplett geliefert werden konnte.  Rund 200.000 Euro haben wir als Stadt dafür investiert.“  Für die neue Fahrzeughalle  als „Dach über dem Kopf“ für das neue Fahrzeug und die drei Abrollbehälter Gefahrgut, Rüst und Wasser wurden 1.008.500 Euro aufgebracht und die Bauzeit dauerte von April 2019 bis Februar 2021. Nach den Übergaben übernahm sie noch Ehrungen für runde Mitgliedschaften und Beförderungen nach der Absolvierung bestimmter Ausbildungsinhalt. Kreisbrandmeister Matthias Schumann lobte die schnelle Umsetzung der laut Brandschutzrisikoanalyse erforderlichen Maßnahmen und dankte allen Beteiligten dafür. Anlässlich des Neubaus der Fahrzeughalle spendierte er auch noch eine „Kreisbrandmeister-Eiche“, die er dann umgehend zusammen Frank Juhl auf dem Feuerwehrgelände in die Erde brachte.

Bildergalerie zum Tag der offenen Tür