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Landmobilität: Landverkehr ist mehr als Auto


Von A nach B kommt man mit dem eigenen Auto. Oder??? Antje Böttcher vom Verein Verkehrswende in kleinen Städten e.V. aus Leipzig möchte die Haldensleberinnen und Haldensleber davon überzeugen, dass es hierzu einmal öfter auch eine Alternative gibt. Sie betreut das Modellprojekt „Lima – Landverkehr ist mehr als Auto“: Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekt soll am Beispiel Haldenslebens und Auerbachs/Vogtland Erkenntnisse bringen, wie Alternativen zum eigenen Auto auch in Kleinstädten populärer werden können. Dabei hat die Verkehrsplanerin vor allem den Radverkehr im Blick: „Ich war mit dem Rad in

Haldensleben bis in den letzten Winkel unterwegs.“ Entstanden ist dabei ein dickes Paket an Verbesserungsvorschlägen, das nun in das derzeit entstehende Radverkehrskonzept der Stadt einfließt. „Haldensleben ist wegen seiner Topographie und Ausdehnung besonders für den Radverkehr prädestiniert“, so Böttcher. Mehr Überzeugungsarbeit sei beim zweiten großen Feld des Projekts zu leisten: Die Haldensleberinnen und Haldensleber sollen für ein Car-Sharing-Angebot gewonnen werden. Wie das Teilen von Autos, das in größeren Städten gang und gäbe ist, auch in Haldensleben etabliert werden kann, möchte Böttcher ebenfalls untersuchen. Unterstützung bekommt sie dabei neben der Stadtverwaltung auch von den Stadtwerken, die das Projekt initiiert hatten. „Wir sehen uns als Treiber von neuen Formen der Mobilität“, unterstreicht Stadtwerke-Geschäftsführer Detlef Koch. „Energie und Mobilität wachsen zusammen, das ist ganz deutlich.“

Um noch mehr über die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger zu erfahren, startet der „Verkehrswende e.V.“ in der nächsten Woche eine große Fragebogenaktion an alle Haushalte mit Tagespost. Parallel wird der Fragebogen auch über die städtische Homepage abrufbar sein. „Über eine gute Resonanz würde ich mich freuen“, hofft Böttcher.