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Wer in Deutschland die Berufsbezeichnung „Operationstechnische Assistentin“ oder „Operationstechnischer Assistent“ führen will, bedarf der Erlaubnis. Die Erlaubnis wird auf Antrag erteilt, wenn der Antragsteller einen der deutschen Referenzausbildung gleichwertigen Abschluss hat und nachweist, dass er in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des jeweiligen Berufes geeignet ist und sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich die Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufes ergibt.

Voraussetzung ist eine im Ausland abgeschlossene gleichwertige Ausbildung in der Krankenpflegehilfe. Entscheidend ist dabei, wo der Abschluss erworben wurde (EU/EWR/Schweiz oder Drittstaat).

  • Für EU/EWR-Abschlüsse aus den Staaten, die bis 2004 der EU beigetreten sind und aus der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island bei Krankenpflegern und Hebammen erfolgt eine automatische Anerkennung nach der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie ohne Einzelfallprüfung.
  • Stammt der Abschluss aus einem der Staaten, die 2004 oder später der EU beigetreten sind (Estland, Litauen, Lettland, Polen, Ungarn, Tschechei, Slowakei, Slowenien, Zypern, Malta, Bulgarien, Rumänien, Kroatien), und der Beginn der Ausbildung lag vor dem EU-Beitritt, erfolgt eine Einzelfallprüfung in Deutschland.
  • Abschlüsse aus Drittstaaten unterliegen immer einer Einzelfallprüfung. Es wird geprüft, ob der ausländische gegenüber dem deutschen Abschluss wesentliche Unterschiede aufweist. Ist das der Fall, werden vorhandene Berufserfahrungen einbezogen. Es ist möglich, zwischen einem sogenannten Anpassungslehrgang und einer Kenntnisprüfung zu wählen, um Unterschiede zwischen der Ausbildung aus dem Drittstaat und der deutschen Referenzausbildung auszugleichen.

Ist die Anerkennung der ausländischen Berufsqualifikation nach der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie erfolgt, so werden im nächsten Verfahrensschritt die Voraussetzungen der Erteilung der entsprechenden Berufserlaubnis geprüft.

Die Antragsteller müssen zudem glaubhaft machen, dass sie die Absicht haben, den Beruf im Land Sachsen-Anhalt auszuüben.