Die Wärmeplanung zeigt den Weg für eine Wärmewende auf. Diese wird vor allem aufgrund des Klimawandels, aber auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Sicherheit dringend benötigt.
Klimawandel
Die Folgen des Klimawandels sind bereits jetzt deutlich spürbar und werden über die kommenden Jahrzehnte weiter zunehmen. Um die Gefahren und Belastung durch Extremwetterereignisse, wie Starkregen und Hitzewellen zu begrenzen, wurde in Deutschland das Klimaschutzgesetz verabschiedet. In diesem wird das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 festgelegt. Über 50 % des Energieverbrauchs in Deutschland wird für die Wärmebereitstellung benötigt. Aber während beim Strom 2024 bereits über 50 % durch erneuerbare Energien erzeugt wurden, sind dies im Wärmebereich noch weniger als 20 %.
Wirtschaftlichkeit und Sicherheit
Die Wärmeplanung zeigt eine bezahlbare und sichere Energieversorgung auf. Die instabile geopolitische Lage macht deutlich, in welche Abhängigkeiten wir uns begeben, wenn wir weiter von fossilen Energieimporten abhängig sind. Dieses Geld fließt zudem in andere, oft nicht demokratische Länder und wird teilweise zur Finanzierung von Kriegen verwendet. Zudem werden fossile Brennstoffe wie Erdgas oder Heizöl zunehmend teurer, während Strom aus Solar- und Windenergie günstiger werden. Die zukünftige Wärmeversorgung wird daher hauptsächlich über lokale und erneuerbare Energien gedeckt werden. Weitere Einsparmöglichkeiten gibt es zudem im Gebäudebereich, bspw. bei unzureichend oder ungedämmten Gebäuden oder schlecht eingestellten Heizungsanlagen.
Unter anderem aus den oben genannten Gründen wurde das Wärmeplanungsgesetz (WPG) beschlossen: Dieses Bundesgesetz gibt vor, dass jede Kommune in Deutschland mit weniger als 100.000 Einwohnern bis zum 30.06.2028 einen Plan vorlegt, wie sie zukünftig klimaneutral heizen will.