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Haldensleben – ein EldoRADo für Pedalritter

Wer Stadtmauer und Stadtgrenzen hinter sich lässt, kann ein geschichtsträchtiges grünes Umfeld entdecken: Im Westen finden sich in stillen, ausgedehnten Wäldern über 80 Hünengräber, vor 5000 Jahren von den ersten sesshaften Bewohnern der Gegend angelegt. Sie stellen das größte zusammenhängende Hünengräbergebiet Nordeuropas dar. Einige der Gräber zeigen sich in gutem Zustand.

Im Norden erstrecken sich die ausgedehnten Kiefernwälder der Colbitz-Letzlinger Heide. Im Süden bildet der Landschaftspark Haldensleben-Hundisburg, eine im englischen Stil errichtete Kulturlandschaft, das Bindeglied zum idyllischen Dorf Hundisburg mit seinem stolzen Barockschloss. Schon Hoffmann von Fallersleben schätzte den Landschaftspark mit seinen kostbaren und seltenen Gehölzen als inspirierenden Ort.
Die Anfänge von Schloss Hundisburg, dem bedeutendsten ländlichen Barockschloss in Sachsen-Anhalt, reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die erste Erwähnung ist mit 1140 datiert. bevor 1693 Johann Friedrich von Alvensleben mit dem Ausbau von Schloss und Garten in barockem Stil begann. Vor allem die Gartenanlagen wiesen eine Pracht auf, wie sie sonst nur Fürstensitzen vorbehalten war. Der Barockgarten und das Schloss selbst entstehen derzeit neu in ihrer einstigen Pracht. In Hundisburg befindet sich aber auch der Startpunkt für noch weitere "Zeitreisen": In das Schulmuseum mit seinem Klassenzimmer der Jahrhundertwende, zur Wüstung Nordhusen, von der nur noch ein romanischer Kirchturm vor der wildromantischen Kulisse eines Steinbruchsees zeugt  oder in das Technische Denkmal Ziegelei Hundisburg mit seinen heute noch betriebenen mechanischen Wunderwerken frühindustrieller Produktionsweise.

Ohre-Beber-Radweg

Ohre-Beber-Radwanderweg

Der lachende Smiley weist den Weg: Rund um Haldensleben führt der Ohre-Beber-Radwanderweg  mit seinen rund 12 Kilometern Strecke. Er führt über Wald- und Feldwege, sowie wenig befahrene Straßen. Der Weg verläuft vom Rand der historischen Altstadt direkt entlang der Ohre bis in das Dorf Wedringen. Sehenswert ist hier die bruchsteinerne Dorfkirche. Über den Mittellandkanal hinweg führt die Route nach Althaldensleben. Sie streift das Gelände des Klosters und den Landschaftspark Althaldensleben-Hundisburg, der mit seiner Gestaltung und seiner Vielzahl an eindrucksvollen und seltenen Baumriesen einen Abstecher von der Strecke wert ist.

Über die schönste Allee im Stadtgebiet, die Lindenallee führt der Weg weiter bis zum sagenumwobenen “Nonnenspring”. Dort bietet eine Rasthütte Gelegenheit zum Verschnaufen. Entlang der historischen Lünebürger Heerstraße verläuft die nächste Etappe durch dichte Wälder, bis die historische Quadratmeile, das größte geschlossene Hünengräbergebiet Nordeuropas, erreicht ist. Ein Abstecher zum rekonstruierten Grab Küchentannen empfiehlt sich hier.

Danach führt der Weg zum Papenberg, einem beliebten Naherholungsgebiet. Rast in der Gaststätte oder ein Besuch des Waldlehrpfades können hier die Tour auflockern, bevor es zurück über den Mittellandkanal zu den Ohreauen geht. Entlang der beschaulichen Wiesen ist der Startpunkt bald wieder erreicht.

4 Millionen Jahre Mensch

Radweg 4 Millionen Jahre Mensch

Ausgehend von der historischen Ziegelei in Hundisburg können Sie auf einem 40 km langen Rundkurs um Haldensleben die Menschheitsgeschichte im doppelten Wortsinn erFAHRen. Dabei hilft Ihnen ein Faltblatt mit Karte und ausführlicher Wegbeschreibung. Die Strecke führt vorbei an lokalen Sehenswürdigkeiten und bietet viele Möglichkeiten zum Picknicken, Einkehren und sogar zum Baden. Ein Kilometer auf dieser Strecke stellt 100 000 Jahre Menschheitsgeschichte dar! Am Wegrand informieren Infopunkte mit den Schlüsseldaten unserer Geschichte seit dem Auftauchen erster menschenähnlicher Wesen vor 4 Millionen Jahren. Passend zu den Hauptereignissen säumen lebensgroße Holzfiguren des Hundisburger Holzsymposiums den Weg. Dabei werden die riesigen „ereignislosen“ Zeiträume zu Beginn unserer Entwicklung und die atemberaubende Beschleunigung der Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit auffallen.

Dieser Radwanderweg will bewusst kein „Lehrpfad“ mit ausführlichen Informationstafeln sein. Er soll „im Vorbeiradeln“, während eines aktiven Naturerlebnisses, zum Nachdenken über die Herkunft und die Zukunft der menschlichen Art auf diesem Planeten anregen. Sollte danach Interesse an mehr Fakten und Daten zur Menschheitsgeschichte bestehen, so liegen in der Ziegelei Hundisburg und in der Tourist-Information im Bahnhofcenter einige ausgewählte Fachbücher zum Kauf aus.

Aller-Elbe-Radweg

Aller-Elbe-Radweg

Der Aller – Elbe – Radweg verbindet auf rund 80 Kilometern den Aller- mit dem Elberadweg. Von Seggerde aus führt er durch den reizvollen Landkreis Börde bis zum Wasserstraßenkreuz mit der Trogbrücke zur Elbe.
Das Wasserschloss und der daran angrenzende Kurpark im Luftkurort Flechtingen laden zum Verweilen und Erkunden ein, bevor es weitergeht nach Altenhausen. Die Schlossanlage dort ist ein beliebtes Ausflugsziel und mit dem integrierten Reiterhof, Übernachtungsmöglichkeiten und abwechslungsreichem Veranstaltungsangebot nicht nur ein Paradies für Kinder. Weiter führt Sie der Weg zur Veltheimsburg nach Bebertal, von wo aus Sie über die zur „Straße der Romanik gehörende Ruine Nordhusen nach Hundisburg gelangen. Zur Erkundung dieses kulturellen Kleinodes sollten Sie etwas mehr Zeit einplanen. Barockschloss- und garten, der angrenzende Landschaftspark, das Haus des Waldes und das Technische Denkmal Ziegelei Hundisburg warten hier darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Als nächstes führt die Strecke durch die liebevoll sanierte historische Altstadt von Haldensleben. Beim einem gemütlichen Stadtbummel können Sie dem einzigen Reitenden Roland Europas auf dem imposanten Marktplatz einen Besuch abstatten. Unweit davon lohnt auch ein Abstecher ins Museum Haldensleben, welches unter anderem ein Teilnachlass der Gebrüder beherbergt und in die Biedermeierzeit zurückversetzt. Entlang der Ohre gelangen Sie nach Groß Ammensleben mit der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul, einem bedeutenden Bauwerk an der "Straße der Romanik". Über Wolmirstedt und Glindenberg geht es schlussendlich zum Wasserstraßenkreuz mit der Trogbrücke und zum Anschluss an den seit Jahren beliebtesten Fernradweg Deutschlands, dem Elberadweg.

Aktuell:

7. Mai 2016 - "Romanik-Radeln" auf dem Aller-Elbe-Radweg
unter Führung des ADFC vom Marktplatz Haldensleben zur Ruine Nordhusen

Start: 13:00 Uhr Markt Haldensleben
ca. 14:00 Uhr Bebertal: Besichtigung Radler- Taufkirche  St. Godeberti und romanische Friedhofskapelle St. Stephanus

ab 15:00 Uhr Familien-Radler-Picknick an der Ruine Nordhusen

16:00 Uhr Sonderkonzert mit dem Rossini-Quartett zum Romaniktag an der Ruine Nordhusen

 

September 2016: Aller-Elbe-Spritztour - nähere Infos folgen

 

 

 

 

 

Vom 10. Juni bis zum 22. August 2014 ist der Radweg im Abschnitt Hundisburg von der Steinbruchstraße bis zur Hundisburger Straße gesperrt.
Hier finden Neu- und Ausbauarbeiten statt, so dass dann ab Spätsommer ein deutlich komfortableres Radeln auf dem Streckenabschnitt möglich ist. Durch die Einbindung der Ruine Nordhusen mit dem Steinbruchsee wird eine weitere attraktive Station zum Verweilen geschaffen.