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Thema Waldbrandgefahr: Vorbeugendes Verhalten

Bei den bislang in diesem Jahr 140 (Stand 13. Juli) Einsätzen unserer Freiwillige Feuerwehr waren auch drei Waldbrandeinsätze dabei sowie ein Hecken- und ein Böschungsbrand Das Thema Waldbrandgefahr ist infolge länger anhaltender Trockenperioden mittlerweile stets aktuell. 

Nach Auskunft des Leiters des Betreuungsforstamtes Flechtingen, Thomas Roßbach, gibt es drei Waldbrandgefahrenklassen A, B und C sowie fünf Waldbrandwarnstufen. Die nördliche Börde (nördlich der A2) ist in die höchste Gefahrenklasse A eingestuft. Dies liegt an den nährstoffarmen Böden, wo die Bodenvegetation nur spärlich ausgeprägt ist, schnell austrocknet und damit auch leicht entzündlich ist. In Laubwäldern mit seinen reichen Standorten und üppiger Bodenvegetation ist die Gefahr geringer. Die Waldbrandgefahrenstufen von 1 = sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr werden vom Kreiswaldbrandschutzbeauftragten des Landkreises Börde, Thomas Roßbach, zwischen dem 1. März und dem 30. September jeden Jahres auf Grundlage der Daten des Deutschen Wetterdienstes festgelegt.

Dies gehört zu den vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen. Weitere sind das Anlegen von Wundstreifen mit drei Meter Breite zum Beispiel an Straßen, Autobahnen oder Eisenbahnlinien sowie das Anlegen von Pflugstreifen bei der Getreideernte. Darüber hinaus werden - um gefährdete Waldbestände zu schützen - auch Waldbrandriegel geschaffen z.B. durch die Anpflanzung von Roteichen, die kaum Bodenvegetation zulassen und deren Laub zudem brandmindernd wirkt. Ab Waldbrandwarnstufe 3 wird der Wald zusätzlich mit 15 Kameras in Sachsen-Anhalt in der zentralen „FireWatch“ in Annaberg überwacht. Diese meldet einen Brand an die zuständige Leitstelle der Landkreise.

Verhaltensregeln für Waldbesucher

Waldbesucher sind aufgefordert, durch ein umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten das Waldbrandrisiko zu minimieren. Folgende rechtlich verbindliche Regeln sind bei einem Besuch im Wald zu berücksichtigen:

Gemäß § 29 Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalt ist es verboten:

  1. in der freien Landschaft einschließlich angrenzender Straßen brennende oder glimmende Gegenstände wegzuwerfen,
  2. durch Rauchen leicht entzündbare Bestände und Einrichtungen der Land- und Forstwirtschaft wie Strohdiemen, reife Erntebestände oder trockene Hecken zu gefährden,
  3. bei Waldbrandgefahrenstufen 2 bis 5 außerhalb von geschlossenen Räumen im Wald oder in einem Abstand von weniger als 15 Metern zum Wald zu rauchen,
  4. im Wald oder bei Waldbrandgefahrenstufen 2 bis 5 in einem Abstand von weniger als 30 Metern zum Wald ein offenes Feuer außerhalb von öffentlichen Grillplätzen anzuzünden oder
  5. bei Waldbrandgefahrenstufe 5 den Wald außerhalb von Wegen zu betreten.

Satz 1 Nrn. 4 und 5 gilt nicht für Waldbesitzer, Jagdausübungsberechtigte,
von ihnen beauftragte Personen sowie Personen, die sich im Rahmen ihrer Gewerbe-, Berufs- oder Dienstausübung im Wald aufhalten.