Breitbandausbau: Die Telekom arbeitet mit Hochdruck

Auch wenn die Stadt derzeit an vielen Stellen noch einem Schweizer Käse gleicht: Die Deutsche Telekom lässt keinen Zweifel daran, dass mit dem Ende des Jahres 2018 auch das Ende der Bauarbeiten am schnellen Breitbandnetz in der Stadt erreicht sein wird. Das beauftragte Unternehmen arbeitet auch sonnabends, um den Termin halten zu können. An sehr vielen Stellen im Stadtgebiet sind derzeit Schächte zu sehen, bei denen noch Mehrzweckgehäuse für die Technik aufgestellt oder Kabel im unterirdischen Vortrieb durch das Erdreich „geschossen“ werden müssen.
Danach, so Vertreter der Telekom, werde das neue Netz aufgeschaltet und somit steht jedem Haushalt dann eine Bandbreite von mindestens 50, in vielen Fällen auch 100 Mbit/s im Download zur Verfügung.

Technische Änderungen, um einen schnelleren Internetanschluss zu bekommen, sind in aller Regel nicht nötig. Bürgerinnen und Bürger, die einen schnellen Anschluss haben möchten, müssen allerdings einen entsprechenden Vertrag mit dem jeweiligen Telekommunikationsunternehmen ihrer Wahl abschließen. Allerdings sollten Interessenten sich beraten lassen, ob auch die Hardware, das heißt die Verkabelung und der Router innerhalb des Hauses auf aktuellem Stand sind, damit auf dem Weg zum schnellen Internet nicht die eigene Technik zum Nadelöhr wird, rät Andreas Meyer, der für die Telekom den Ausbau koordiniert.

EbenHaldenslebens stellv. Bürgermeisterin Sabine Wendler und SWH-Chef Detlef Koch bei der Freigabe der »Smart-Bench«. falls in etwa zeitgleich werden die Arbeiten für das schnelle Netz auch in den Ortsteilen Satuelle, Uthmöden und Süplingen abgeschlossen werden können.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen, um auch im öffentlichen Raum für „mehr Anschluss“ zu sorgen: Etwa 90 öffentlich zugängliche Punkte sollen ab nächstem Jahr mit frei zugänglichem, kostenlosen WLAN versorgt werden. Straßen, Plätze und öffentliche Gebäude befinden sich in der Liste - ein vom Umfang her ambitioniertes Vorhaben, das nun durch entsprechende Landesfördermittel untersetzt und finanziert werden muss.

Als sichtbares Zeichen der Schritt in eine modernere Infrastruktur haben die Stadtwerke Haldensleben bereits einmal vorgelegt: Eine sogenannte „Smart-Bench“ steht in Höhe des Postplatzes auf der Hagenstraße. Die Bank ist mit einem Solarmodul ausgestattet und bietet dadurch die Möglichkeit, Smartphones induktiv oder per Kabel aufzuladen. Im Zuge des WLAN-Projektes wird man dann ab nächstem Jahr dort natürlich auch kostenlos ins Netz gehen können.