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Datum: 13.12.2019

EU bürgernah – beim Europagespräch auf Schloss Hundisburg

Wie viel Förderung erhält Haldensleben aus dem EU-Haushalt in den kommenden Jahren? Wie sieht die Zukunft der Landwirte in der EU aus? Wie werden in der EU die Außengrenzen geschützt. Wie viel Handlungsspielraum hat die EU in der Unternehmensbesteuerung? Diese und andere konkrete Fragen stellten Haldenslebener Bürgerinnen und Bürger beim Europagespräch auf Schloss Hundisburg. Rede und Antwort standen ihnen Dr. Jörg Wojahn, Vertreter der EU-Kommission in Deutschland, Dr. Michael Schneider, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Sachsen-Anhalt sowie Haldenslebens stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler.

„Ich habe mich sehr über die sachlichen Fragen und die lebhafte Diskussion mit den Haldenslebener Bürgerinnen und Bürgern gefreut. Europa ist eben nicht Brüssel. Europa ist Sachsen-Anhalt und ist auch Haldensleben. Es ist deshalb sehr wichtig, gemeinsam vor Ort über die Herausförderungen zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu suchen“, sagte Dr. Jörg Wohjan, Vertreter der EU-Kommission in Deutschland.

Im Rahmen des Europagesprächs, das die Europäische Bewegung Sachsen-Anhalt e.V. organisiert hatte, wurde die neue Fassade des Schlosses Hundisburg eingeweiht. Das Schloss selbst ist ein sehr gutes Beispiel für gelungene Förderpolitik der EU: 1,9 Millionen Euro sind aus EU-Mitteln bisher in dessen Sanierung geflossen. Auch für Breitbandausbau in Haldensleben wurden 1,2 Millionen EU-Fördermittel bereitgestellt. Insgesamt kommt ein Viertel aller öffentlichen Investitionen in Haldensleben aus dem Haushalt der EU.

Auch wenn die Europäische Union oft weit entfernt scheint – so profitiert doch jeder Haldenslebener im Alltag von ihr: von Frieden und Wohlstand seit über 70 Jahren und einem großen einheitlichen Binnenmarkt der zusammen mit der Gemeinschaftswährung Euro Absatzmärkte und Arbeitsplätze sichert. Jeder EU-Bürger darf in jedem EU-Land arbeiten und das visa- und grenzkontrollfreie Reisen innerhalb der EU ist längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden, über die kaum noch jemand groß nachdenkt. Wer es nicht zu diesem Europagespräch geschafft hat, kann gern an weiteren Terminen in Sachsen-Anhalt ganz in der Nähe teilnehmen: https://europagespraeche.de/

 

Anfang 2020 besteht zudem die Möglichkeit an einer Studienreise der Europäischen Bewegung Sachsen-Anhalt nach Brüssel teilzunehmen – ausführliche Informationen und das Formular zur Interessensbekundung sind hier zu finden.