Haldensleben erhält landesweit ersten Fördermittelbescheid für ein Digitalisierungszentrum

Entgegengenommen hatte den Fördermittelbescheid Haldenslebens 2. stellvertretende Bürgermeisterin, Carola Aust, im Innovationszentrum. Sie bedankte sich herzlich im Namen der Stadt dafür. »Damit werden wir den digitalen Wandel in Haldensleben vorantreiben können.«Haldensleben ist auf dem Weg zum digitalen Vorreiter in Sachsen-Anhalt“, so steht es aktuell auf dem Internetportal „Digitale Agenda“ des Wirtschaftsministeriums.
Dem Voraus ging ein Besuch des Staatssekretärs Thomas Wünsch am 16. Januar 2019 in der Kreisstadt, bei dem der landesweit erste Fördermittelbescheid für die Errichtung eines Regionalen Digitalisierungszentrums übergeben wurde. Höhe der Förderung: 170.320 Euro. Weitere 42.580 Euro trägt die Stadt zu dem Vorhaben bei, das zunächst bis Ende 2020 läuft.

„Wir machen heute einen für uns sehr wichtigen Schritt“, sagte Thomas Wünsch vor der Übergabe und wies darauf hin, dass sich die Landesregierung im Rahmen der Digitalen Agenda rund 150 Maßnahmen ins Pflichtenheft geschrieben hat. Dazu gehört auch, die Kommunen bei der Umsetzung ihrer eigenen Ideen zu unterstützen. „In dieser Hinsicht ist die Stadt Haldensleben sehr aktiv und gehörte zu den ersten die auf uns zu gekommen sind“, betonte der Staatssekretär. „Auf ihre eigene Digitale Agenda folge der digitale Ausbau der Infrastruktur und nun der landesweit erste Bewilligungsbescheid für ein Digitalisierungszentrum. Es soll die Menschen vor Ort mitnehmen sowie Triebfeder und Ansprechpartner für digitale Projekte in Verwaltung, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen sein wird.“

Lutz Zimmermann, in der Verwaltung für das Thema Digitalisierung mit verantwortlich, nannte mehrere Leitziele des Zentrums wie „Zukunftsfeste Kommune“, „Zukunftsfester Wirtschaftsstandort“ und „Zukunftsfester Lebensraum“.  Die Schwerpunktthemen wurden aufgeteilt in zahlreiche Teilziele und Einzelprojekten wie zum Beispiel: mehr digitale Services für die Bürgerinnen und Bürger, das Aufspannen des kommunalen WLAN-Netzes, eine Info-Reihe zu Logistik 4.0 für lokale Unternehmen sowie ein kommunales Mobilitätsprojekt – oder auch die Digitalisierung der Städtepräsenz mit der Weiterentwicklung bestehender touristischer Konzepte.
„Da kommt eine Menge Arbeit auf die beiden Personen zu, die zukünftig in dem Zentrum tätig sein werden“, erklärt Lutz Zimmermann. „Wir haben uns für den Weg entscheiden, ein Unternehmen per Ausschreibung zu binden, das diese beiden Arbeitskräfte zur Verfügung stellt.“ Ende Februar soll voraussichtlich dafür schon der Startschuss fallen.