Waldring, Magdeburger Straße, Köhlerstraße
Wobau investiert mehr als zwei Mio. Euro in 2019

Dr. Dieter Naumann an seinem Schreibtisch. Für die Wobau wird 2019 ein ereignisreiches Jahr.Beim Blick auf die Pläne für das bevorstehende Jahr hat der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Haldensleben mbH, Dr. Dieter Naumann, ein sehr gutes Gefühl. Inklusive Fördermittel sollen in 2019 mehr als zwei Millionen Euro in den Bestand und somit auch in die Zukunft der Wobau investiert werden. Und das sind rundum gute Nachrichten.

Das größte Vorhaben stemmt die Wobau als Gemeinschaftsprojekt zusammen mit der Wohnungsbaugenossenschaft „Roland“ eG (WBG). „Dabei geht es um die Sanierung der drei Wohnblöcke Waldring 4 bis 19“, erklärt der Wobau-Chef. „Zwei Blöcke gehören zu uns und ein Block zur WBG.“ Unter anderem sollen Dächer, Balkone und Fassaden erneuert werden. Rund 1,1 Millionen Euro sind dafür insgesamt eingeplant, mit einem Förderanteil in Höhe von 368.000 Euro, zu gleichen Teilen von Stadt, Land und Bund.
Außerdem soll der Wobau in diesem Jahr das Haus an der Magdeburger Straße 46 übertragen werden und zum Wohnobjekt mit mehreren Wohneinheiten ausgebaut werden. Dafür sind rund 380.000 Euro eingeplant – gefördert mit insgesamt 220.000 Euro.

„Darüber hinaus werden wir im Bereich Waldring 38 bis 64 eine Straße grundhaft ausbauen und anstelle der Betonplatten mit Betonpflastersteinen versehen“, ergänzt Dr. Dieter Naumann. „Und natürlich werden die Arbeiten an der Köhlerstraße fortgesetzt, wo die Elektrosteigleitungen erneuert werden. Zusätzlich werden, wie in jedem Jahr, auch einzelne Wohnungen instandgesetzt bzw. komplettsaniert.“

Ebenfalls geplant ist ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz mit der Anschaffung eines zweiten Elektrofahrzeuges und der Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Bürogebäudes, mit der auch die E-Autos geladen werden.

„Besonders interessant ist ein Projekt, das wir mit der Telekom als Partner in Angriff genommen haben“, berichtet der Wobau-Chef weiter. „Wir richten gegenwärtig eine Musterwohnung ein, in der wir unterschiedliche Technik installieren, um aufzuzeigen, was heute für ein langes, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden alles möglich ist. Vorrangig geht es dabei um Sicherheitssysteme.“ Zum Beispiel: Die Meldung auf dem Handy oder Tablet, wenn sich die Wohnungstür öffnet – der Herd, der sich automatisch abstellt, wenn man die Wohnung verlässt oder fußbodennahe Alarmknöpfe, die nach einem Sturz schnell betätigt werden können.

Bei allen guten Nachrichten gibt es für Dr. Dieter Naumann aber auch etwas, dass ihm Sorgen bereitet. Und zwar ist es die Reform des Mietrechts, mit der zukünftig nicht mehr elf Prozent der Modernisierungskosten umlagefähig sind sondern nur noch acht Prozent.

„Das wird zur Folge haben, dass wir einen Rückgang der Investitionen beobachten werden“, sagt der Geschäftsführer deutlich. „Wir haben 1646 Wohnungen im Bestand, davon stehen 124 leer. Das sind rund 7,5 Prozent. Damit geht es uns noch vergleichsweise gut. Aber rund die Hälfte der 200 Wohnungsunternehmen im Land klagen über einen Leerstand von 15 Prozent und mehr.“

 Ein Blick auf die drei Wohnblöcke am Waldring,  die in diesem Jahr saniert werden sollen.Weitere Förderungen für den Süplinger Berg und andere Stadtteile

Die Förderungen für die Sanierung der Wohnblöcke am Waldring sowie für den Ausbau des Hauses an der Magdeburger Straße gehören zu einem rund 1,9 Mio. Euro schweren Förderpaket, das die Stadt noch vor der Jahreswende erhalten hatte. Genau gesagt geht es um sechs Bewilligungsbescheide für Sanierungs- und Baumaßnahmen.

Zirka 1,1 Mio. Euro kommen aus dem Programm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ für die Realisierung verschiedener Maßnahmen in der Altstadt, wie beispielsweise die Fassadensanierung der Grundschule „Otto Boye“ (Fördersumme: 176.330 Euro), für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik (Fördersumme: 112.000 Euro), den Ausbau der Brunnenstraße (28.100 Euro) sowie der Straße „An der Bever“ (46.267 Euro). 

Aus dem Programm „Soziale Stadt“ erhält die Stadt rund 600.000 Euro. Darin enthalten sind u.a. 254.333 Euro Förderung für die Wohnblocksanierung am Waldring sowie 23.327 Euro Förderung für die Neugestaltung des Hügelspielplatzes am Waldring.

Weitere Bescheide über rund 251.000 Euro fließen aus dem Programm „Stadtumbau Ost - Aufwertung“ in Baumaßnahmen an den Sportfreiflächen neben der Sporthalle am Dammühlenweg (120.000 Euro) und am Koloniegraben an der Alsteinstraße (131.000 Euro).