Der Haldensleber Stein auf einer Druckpresse in Stuttgart

Angelika Flaig mit Michael Wackwitz und Matthias Gaertig (re.) in der Stuttgarter Litho-Werkstatt. Auf der Druckpresse der Haldensleber Stein.Haben Sie schon mal vom Künstlerhaus in Stuttgart gehört? Es wurde vor 40 Jahren gegründet und ist heute eine international profilierte Institution für Gegenwartskunst.
Beeindruckend. Aber was hat das mit Haldensleben zu tun?
In dem vierstöckigen Gebäude befindet sich u.a. auch eine Lithografie-Werkstatt. Dort wurden gerade zehn erstklassige Drucke vom „Haldensleber Stein“ angefertigt, jenes Projekt das die Künstlerin Angelika Flaig im Mai auf der Gewerbeschau HUPE ins Leben gerufen hatte. Besucher durften mit Feder, Walze oder Stempel die Oberfläche eines speziellen Kalksteins gestalten – des "Haldensleber Steins". Die
Moment mal! Sollten die Drucke nicht von Museumsmitarbeiter Matthias Gaertig angefertigt werden? Im Grunde genommen ist es genau so passiert. Matthias Gaertig hat nämlich vom 9. bis 12. Oktober in den heiligen Lithografie-Hallen des Stuttgarter  Künstlerhauses von Werkstattleiter Michael Wackwitz persönlich einen Intensivkurs bekommen – vermittelt von Angelika Flaig, mit Unterstützung des Landkreises Börde.
„Im Zuge dessen, sind die Drucke entstanden“, erklärt Matthias Gaertig, für den diese Weiterbildung ein absolutes Highlight war. „Wir wollen doch unsere Lithografie-Werkstatt wiederbeleben. Doch Lithograf ist ein aussterbender Beruf. Ich hatte nun mehrere Tage Einzelunterricht bei einem absoluten Profi, das hat mich um Längen weitergebracht und war echt eine Ehre.“
Die Drucke sind voraussichtlich noch in diesem Jahr im Museum erhältlich.