Partnerschaftsvermittlung für Häuslebauer: Baulandkataster vom Stadtrat verabschiedet

Jenseits des dicht bebauten Altstadtkernes findet sich noch die ein oder andere BaulückeDer eine will’s, der andere hat’s: Gemeint ist Bauland für Eigenheime, das in Haldensleben nach wie vor stark gefragt ist. Zwar bestehen in den größeren Wohngebieten noch Kapazitäten, aber manch einer zieht ein Grundstück in einer gewachsenen Lage vor. Während bereits in Haldensleben ansässige Bauwillige in der Regel wenig Probleme haben, ein passendes Grundstück zu finden und sich die Eigentümer „per Buschfunk“ finden lassen, gestaltet sich dies für Auswärtige deutlich schwieriger.

An dieser Stelle wird das Baulandkataster ansetzen, das in den letzten Monaten durch die Verwaltung erarbeitet und in der letzten Sitzung des scheidenden Stadtrates verabschiedet wurde. Ab voraussichtlich Mitte bis Ende Juli soll es auf der städtischen Homepage www.haldensleben.de einsehbar sein.

Im Vorfeld wurden 169 Baulücken identifiziert, die teilweise aus mehreren Flurstücken/ bzw. Flurstücksteilen bestehen. 300 Eigentümer wurden recherchiert und im März und im April angeschrieben, ob sie einer Veröffentlichung zustimmen. Leider ist der Rücklauf bislang nicht besonders groß – Interesse der Stadt im Sinne der Bauwilligen ist es jedoch, dass ein möglichst großes Angebot in dem Baulandkataster präsentiert werden kann.

„Die Erstellung des Baulandkatasters ist ein formelles Verfahren nach dem Baugesetzbuch. Theoretisch ermächtigt der Stadtratsbeschluss die Verwaltung, all jene Grundstücke, bei denen die Eigentümer nicht ausdrücklich widersprochen haben, im Kataster zu veröffentlichen. Diesen Weg möchten wir aber nicht unbedingt gehen und werden deshalb die Eigentümer, die bisher noch gar nicht reagiert haben, nochmals anschreiben“, berichtet Petra Albrecht, Abteilungsleiterin Bauplanung und Umwelt. „Sollten sie sich jedoch bis zum 10. Juli 2019 nicht zu ihren Absichten äußern, wird auch ihr Grundstück angeboten.“

Hinderungsgründe, ein Baugrundstück vermarkten zu wollen, gibt es viele. Niemand wird gezwungen, sein Grundstück „auf den Markt zu werfen“. Falls jedoch grundsätzlich Interesse besteht, sollten sich die Eigentümerinnen und Eigentümer zur Veröffentlichung entschließen. Die persönlichen Ansprechdaten werden den Interessenten nicht genannt – falls ein Interessent zu einem Grundstück ins Gespräch kommen möchte, wird der Kontaktwunsch über die Stadtverwaltung weitergeleitet – und der Eigentümer entscheidet, ob er auf die Anfrage reagiert.