Kosten für Kita-Sanierung um rund 800.000 Euro gestiegen

Die Kita Regenbogen wurde komplett entkernt und wird aufwendig umgebaut.Es ist einer dieser Fälle, der jedem Bauherrn Sorgenfalten verschafft: Ein Bauprojekt gerät ins Stocken, weil ein Vertragspartner ausgefallen ist. Terminvereinbarungen sind auf einen Schlag nichts mehr wert und jeder Tag Stillstand kostet zusätzliches Geld. Genau das ist passiert bei der Sanierung der Kita Regenbogen, als im vergangenen Jahr die Rohbaufirma in Insolvenz gegangen ist.
Danach wurde ein Gutachter eingeschaltet, der die bereits erledigten Arbeiten genau ermittelt hat. Das war notwendig um die noch auszuführenden Leistungen im Anschluss korrekt neu auszuschreiben. „Allein das dauert im Schnitt zehn bis zwölf Wochen“, erklärt Sven Brack, Abteilungsleiter im Bauamt.

Durch die Verzögerungen mussten auch die Ausschreibungen nachfolgender Bauleistungen verschoben werden. Das hatte zur Folge, dass auf Grund der Preisentwicklung im Baugewerbe die zuvor kalkulierten Preise nicht mehr zu bekommen waren. Letztendlich wurden aus den anfänglich geschätzten 2,4 Millionen Euro Sanierungskosten 3,18 Millionen Euro.
„Mittlerweile sind die Fenster eingebaut und die Arbeiten werden kontinuierlich fortgesetzt“, erklärt Sven Brack. „Nach jetzigem Plan können die Kinder mit knapp vier Monaten Verspätung im November wieder einziehen.“
Die Stadt prüft in welchem Umfang Schadensersatzforderungen möglich sind.