Rolandorte

 

Roland Belgern  
Belgern - Stadt mit Rolandpark
Eine Besonderheit Belgerns besteht darin, dass in der ehemaligen Mark Meißen oder im heutigen Land Sachsen ein Rolandstandbild nur in der Elbestadt Belgern, nahe Torgau, aus der frühen Neuzeit nachweisbar ist. Seine Errichtung wird wohl noch in die Zeit der Herrschaft des Klosters Buch über die Stadt - also bis 1526 fallen. 1610 wurde der Holzroland durch einen aus Pirnaer Sandstein, den Meister Peter Büringer fertigte, ersetzt. Unweit vom Roland zur Linken stand früher der Pranger mit dem Halseisen am Rathaus. Auch über Gerichtshandlungen am Roland berichten die Chroniken.
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Roland Brandenburg  
Brandenburg an der Havel
Die heutige Sandsteinfigur stammt aus dem Jahre 1474 und hatte einen wohl hölzernen Vorgänger von 1402. Den heutigen Standort vor dem Altstädtischen Rathaus hat er erst seit 1946 inne. Ehemals besaß nur die Neustadt einen Roland auf dem Neustädtischen Markt. Im zweiten Weltkrieg wurde der Roland ausgelagert, zum Glück, denn das Neustädtische Rathaus wurde zerstört. Auf dem Kopf trägt der Roland Sempervivum Tectorum (Hauswurz oder auch Donnerwurz), das ihn vor Blitzschlag schützen soll.
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Roland Burg  
Burg - Stadt der Türme
Die Burger Stadtrechnung belegt zum Jahre 1521, dass der Burger Roland mit Folie (volyge – auch die gab es damals schon!), d. h. vom Goldschläger zu ganz dünnen Blättern gehämmertem Metall, Firnis, Öl und Leim ausgestattet wurde. 1580 erbaten die Burger beim Administrator des Erzbistums die Genehmigung, den Holz- durch einen Steinroland zu ersetzen. Dieser wurde 1581 errichtet, stand bis 1823 vor dem Gildehaus auf dem Neuen Markt, wurde dann aber abgerissen. Fontane erwähnt diesen Frevel in seinem Epos „Burg an der Ihle“. Nur sein Kopf wurde notdürftig repariert und auf einen Betonsockel vor dem Rathaus gesetzt. Am 17. 09.1999 wurde ein neuer Roland aus Stein wiedererrichtet und anlässlich des 1. Burger Rolandfestes feierlich enthüllt.
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Roland Calbe  
Calbe/Saale - Vom Holz- zum Steinroland
In einem Ratsbuch wird erwähnt, dass der Roland im Jahre 1381 nieder genommen wurde, er muss also schon vorher bestanden haben. Der Rat ließ 1656 aus einem Eichenstamm einen neuen Roland herstellen. Der neue Roland wurde von dem Magdeburger Holzschnitzer-Meister Gottfried Gigas, geschaffen. In einem Vergleich zwischen dem Rat und dem Administrator aus Magdeburg am 24. September 1658 war der Errichtung des Rolandes nachträglich zugestimmt worden. 1974-1976 wurde von dem Schönebecker Bildhauer Eberhart Glöss ein neues Rolandbild aus Cottaer Sandstein angefertigt und am 2. Juli 1976 eingeweiht.
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Roland Gardelegen  
Gardelegen
Eine Rolandfigur ist schon 1450 schriftlich belegt. Nachdem diese Opfer eines Brandes wurde, entstand 1564 ein neuer Roland aus Sandstein. Durch weitere Stadtbrände zermürbt, stürzte auch dieser schließlich 1727 in sich zusammen. Genau nach 275 Jahren, am 18. April 2002 konnte auf Initiative Gardeleger Bürger und der Handwerkerschaft am Rathaus ein neuer 4,30 m hoher Roland aus Sandstein aufgestellt werden. Hopfenranken zieren die Statue als Erinnerung an die über 700jährige Tradition als Brauereistadt und einstiges Zentrum des Hopfenanbaus und –handels.
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Roland in Haldensleben  
Haldensleben - Einziger reitender Roland
Als einziger Roland zu Pferde stellt der Haldensleber Reiter eine Besonderheit dar. Er wurde bereits im Jahre 1419 im Stadtbuch erwähnt. Das Original des von einem unbekannten Künstler 1528 geschaffenen Reiterstandbildes befindet sich heute im Haldensleber Museum. Eine Besonderheit ist, dass der Roland sich ursprünglich auf einem drehbaren Sockel befand, so dass er nachgewiesenermaßen zur Begrüßung des Landesherren - wenn dieser die Stadt besuchte - zugewandt werden konnte.
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Roland in Neustadt  
Neustadt/Harz - Einer der drei Holzrolande
1698 wird der Roland erstmals in den wieder aufgezeichneten und bestätigten Privilegien erwähnt. Darin heißt es im Artikel 19, dass der Roland wieder errichtet werden darf, ebenso die Justiz auf dem Markt - Gack genannt. Ein Gack (oder Kaak) ist ein Pranger in Form einer Säule, eines Holzpfostens oder einer Plattform, an den ein Bestrafter gefesselt und öffentlich vorgeführt wurde. Der gegenwärtige Roland in Neustadt ist im Jahre 1730 - wie auf dem Gürtel angegeben – errichtet. Der Schild, den er mit der linken Hand auf den Boden gesetzt hält, hat nicht wie der Nordhäuser den Reichsadler, sondern den Stolbergschen Hirsch als Wappen.
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Roland in Nordhausen  
Nordhausen - Roland mit Königskrone
Das Nordhäuser Wahrzeichen ist erstmals 1411 im Ratsbuch als eckhause am steinwege ein ruland... belegt. Von ihm sind Ritter-Abbildungen als Wasserzeichen überliefert. Der heutige Roland stammt aus dem Jahre 1717. Er wurde aus einem Eichenstamm herausgeschnitzt und sparsam bemalt (heute im Rathaus). Vor dem Rathaus steht heute in kräftigen Farben eine Kopie aus Holzimitat (Epoxydharz). Der auf dem Schild abgebildete gekrönte schwarze Adler hebt sich vom gelben Untergrund ab. Er steht für die enge Verbundenheit der Stadt mit seinem Kaiser.
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Roland in Oebisfelde  
Oebisfelde-Weferlingen - Stadt mit alter Burg
Ein Roland, der 1989 erneuert wurde, ziert die Vorderfront des Rathauses. Der begeisterte Heimatfreund und Bürgermeister Müller ließ ihn 1893 im Einvernehmen mit den Stadtverordneten für 300 Mark von einem Magdeburger Bildhauer erschaffen. Mit Schild und Schwert steht er seitdem als stolzes Symbol der Bürgerrechte und zur Freude der Einwohner und Gäste auf einer Konsole aus Stein an der Rathausmauer.
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Roland in Perleberg  
Perleberg - Der Roland mit Bart
Ein Roland in Perleberg wurde bereits im „Roten Buch“ der Stadt in der Zeit zwischen 1498 und 1500 erwähnt. Demnach war es wohl ein hölzerner Roland. Der heutige Roland aus Sandstein wurde vermutlich 1546 aufgestellt. Im Bericht von einem Ratsbediensteten an den brandenburgischen Landesherren aus dem Ende des 17. Jahrhunderts heißt es: Das Rathaus lieget der Länge an dem Marckt, hat oben westenwerts die Audience-Stube und vorher einen langen Saal, auf welchen die Gewandschneider und Tuchmacher in den Jahrmärckten feil haben. Wobei zugleich der Rulands Säul auf dem Marckte zu gedencken, welche darin etwas sonderliches hat, daß sie Bährtig ist, da die andern sich mehrentheils ohne Bahrt presentieren!
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Roland in Ploetzky  
Plötzky – ein Dorfroland?
Der Roland von Plötzky stand 1725 vor dem Rathaus. An das Kloster in der Nähe erinnert der Laute schlagende Engel. Vor dem Pfarrhaus stand von 1916 bis 1919 ein Holzroland, der von der Form her an einen Pranger - wie übrigens in Dubrovnik - erinnerte, bis er zu Brennholz verarbeitet wurde. Am 1. Oktober 2005 wurde dank dem Heimatverein eine neue Sandsteinfigur in der Ortsmitte errichtet.
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Roland in Potzlow  
Potzlow - im Herzen der Uckermark
Der Sage nach wurde der steinerne Roland von 1305 gestohlen. Im Jahre 1727 wurde der hölzerne Roland wegen seines Alters abgebrochen und durch einen neuen aus Eichenholz ersetzt. Ständig faulte er von unten weg bis der Arm fast den Boden berührte. Daher wurde er 1898 restauriert und auf einen steinernen Sockel gestellt. Einzigartig in seiner Form, wurde der heutige Roland vom Bildhauer Claus Lindner gefertigt und am 14. Dezember 1991 als Wahrzeichen des Dorfes wieder am historischen Platz aufgestellt.
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Roland in Prenzlau  
Prenzlau - Der vergrabene Roland
Prenzlaus Roland wurde 1496 auf dem Marktplatz errichtet. In der Nacht zum 21. Januar 1737 warf ein Sturm den Roland vom Sockel. Er wurde nicht wieder aufgebaut und einfach vor Ort eingegraben. Seine Reste wurden 1877 bei der Fundamentierung eines Kriegerdenkmals gefunden und befinden sich heute im Kulturhistorischen Museum Prenzlau. Der Bildhauer Toralf Jaeckel entwarf auf Grundlage der alten überlieferten Originalteile eine Nachbildung, die am 10.Juni 2000 vor dem „Hotel Uckermark“ enthüllt wurde.
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Roland in Stendal  
Stendal - Einer der größten Rolande Deutschlands
Vor der gotischen Gerichtslaube des Rathauses steht seit 1525 die steinerne Kolossalfigur des Rolands. Mit einer Gesamthöhe von 7,80 m ist er der drittgrößte Roland in Deutschland. Die Sandsteinfigur lehnt an einem reich verzierten Stützbalken, der auf der Rückseite eine Narrenfigur mit dem Stendaler Stadtwappen zeigt. Auf dem Kopf trägt er eine Wulst mit dahinter gestecktem Federbusch. Mit der Linken präsentiert er einen Schild mit einem älteren städtischen Wappen. Die Rolandfigur ist eine Kopie aus dem Jahr 1974.
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Roland in Buch
Buch - Der Roland im Ortsteil von Tangermünde

Um 1580 wurde der Roland auf dem Marktplatz bei der Kilianskirche aufgestellt. 1611 zog er vor den Eingang des neu erbauten Rathauses um. Beim Einsturz des Rathausturmes im Februar 1633 wurde die Rolandsäule zertrümmert und anschließend wieder erneuert. Ein Rathausbrand zerstörte 1690 des Rolands Kopf. Auch dieser wurde neu modelliert und ist bis heute in dieser Form zu sehen und zwar am Standort Lehnschulzenhof, wohin er 1693 auf Veranlassung des damaligen Lehnschulzen umgesetzt worden ist.

 

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Roland in Zerbst  
Zerbst/Anhalt - Roland und Butterjungfer
Der Zerbster Roland ist nach Bremen und Halberstadt der drittälteste erhaltene Roland auf deutschem Boden. Denn seit 1385 wacht auf dem Marktplatz von Zerbst urkundlich nachweisbar eine Rolandfigur, damals noch aus Holz. 1416 wurden Roland und die Jungfrau (Jünkffrowe) neu gemacht. Südöstlich vom Roland steht die Butterjungfer - eine Bezeichnung, die erst nach 1872 aufgekommen ist. Sie wurde 1403 erstmalig erwähnt. Es sind zwei Figuren überliefert, die beide eine Frau mit langen Haaren, dem Kennzeichen der Jungfrau, darstellen. Die ältere von 1516 und die jüngere von 1647. Möglicherweise symbolisiert auch die Butterjungfer eine weitgehende Marktfreiheit (Theodor Görlitz).
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