Jahreshauptversammlung der FFW Haldensleben: „Zu helfen in Not ist unser Gebot“

Jahreshauptversammlung der FFW HDL 2018Mitte März trafen sich die Kameraden Freiwilligen Feuerwehr Haldensleben zu ihrer Jahreshauptversammlung. In seinem Rückblick auf 2017 berichtete Wehrleiter Frank Juhl von insgesamt 175 Einsätzen. Dabei machte die Beseitigung von Sturmschäden im Juni und Oktober einen deutlich größeren Anteil aus als in den Vorjahren. Im Schnitt konnte bei Alarmierungen das erste Feuerwehrfahrzeug nach sechs Minuten das Gerätehaus verlassen und war nach 10 Minuten am Einsatzort. Jedoch konnte nicht in allen Fällen die gesetzte Hilfsfrist von 12 Minuten eingehalten werden.

Derzeit zählt die Einsatzabteilung 34 Kameraden. Ein- und Austritte hielten sich 2017 die Waage. Erfreulich war, dass auch wieder Kameraden aus der Jugendwehr in den aktiven Dienst übernommen werden konnten. Insgesamt wurden an 35 Terminen 103 Stunden Ausbildung am Standort angeboten. Dazu gehörten unter anderem Ausbildungsdienste auf dem Mittellandkanal oder auf dem Betriebsgelände des Wasser- und Schifffahrtamtes. Aufgaben und Aktionen, die von der Feuerwehr angeboten bzw. unterstützt wurden, waren unter anderem Kindern und Jugendlichen sowohl im Gerätehaus als auch in deren Einrichtungen brandschutzgerechtes Verhalten näherzubringen und in zwei Senioreneinrichtungen Mitarbeiter zu Brandschutz- und Evakuierungshelfern auszubilden. Neben dem traditionellen Maibaumsetzen wurde in der Jugendherberge bei der Instandsetzung der Aussenanlagen geholfen oder die Haushaltlöschkübel-Verteilaktion der Stadt in Süplingen unterstützt. Hier war die FFW auch bei der Teichentschlammung aktiv dabei, so dass es nun nach Jahren wieder möglich ist, hier Löschwasser zu entnehmen.Die FFW Haldensleben sorgte für Aktion Löschkübel in Süplingen und Bodendorf

Sehr erfolgreich war der Tag der offenen Tür Anfang Oktober, der der Jugendfeuerwehr eine Spende von 1.250 Euro aus den Einnahmen der ÖSA-Geschäftsstelle einbrachte. Eine neue Erfahrung war beim Wobau-Bahnhofsfest, als die Feuerwehr ca. 25.000 Liter Wasser in die Dampflok gepumpt hat. Ein sehr trauriges Ereignis war das frühe Ableben des Kameraden Stephan Roth, dessen Beisetzung die Kameraden einen würdevollen Rahmen gaben. Der Wehrleiter dankte allen, die ehrenamtlich auch die vielen zusätzlichen Termine mit abgesichert haben und auch den Partnern und Familien für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Nachdrücklich machte er zudem darauf aufmerksam, dass bei Bauvorhaben die Anliegen der Feuerwehr in Sachen Brandschutz besser berücksichtigt werden. Beim Straßenausbau an der Seniorenwohnanlage „Am Kamp“ in Althaldensleben hat das hervorragend funktioniert, beim Landratsamt eher weniger.

Die Beförderten und Geehrten der JHV 2018 der stellv. Bürgermesiterin Sabine Wendler, Stadtratsvorsitzem Guido Henke und Ortswehrleiter Frank JuhlDie stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler betonte in ihrem Grußwort, „dass es eine große Genugtuung ist, festzustellen dass die Feuerwehr weiterhin personell gut aufgestellt und ausbildungsmäßig auf der Höhe ist“. Trotzdem sei es angesichts der Vielzahl an Einsätzen unbedingtes Ziel, die Zahl der Aktiven in der Wehr zu erhöhen, auch um die Belastungen für jeden Einzelnen zu reduzieren. Im Namen der Bürgerinnen und Bürger dankte sie für die gezeigte Einsatzbereitschaft und das Engagement. Anschließend überreichte sie gemeinsam mit dem Wehrleiter Beförderungen und sprach Ehrungen und Würdigungen für langjähriges Mitwirken in der FFW aus, wobei Marianne Lang für 50 Jahre und Günter Hanke sogar für 70 Jahre Treue zur Feuerwehr gewürdigt wurden.

Jugendwart Michael Deutschmann informierte kurz zu den Zielen in der Jugendwehr, die derzeit 21 Mitglieder zählt. Unter dem Motto „Zeit für Spaß – Alles wird neu“ will er den Nachwuchs stärker in die Aktionen der Feuerwehr einbinden, ihn nicht nur als Anhängsel verstanden wissen. Eine wieder einheitliche Bekleidungsausstattung steht oben auf der Wunschliste an den Träger Stadt.

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