Blumen zum Abschied: Sanierungsträger Horst Müller geht in den Ruhestand

Zum Abschied überreichte Sabine Wendler Blumen an Horst Müller.Er ist in Mecklenburg geboren, lebt seit 1962 in Magdeburg und trotzdem schlägt ein Teil seines Herzens für Haldensleben. Hier war er 16 Jahre lang für die Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft (Saleg) der „Mann vor Ort“ – jeden Dienstag im Sanierungsbüro im Haldensleber Rathaus.
Die Saleg wurde im Juli 2001 per Treuhändervertrag durch die Stadt Haldensleben mit der Vorbereitung und Durchführung städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen beauftragt – als Nachfolger der Deutschen BauBeCon, die seit 1991 als Sanierungsträger tätig war.
Horst Müller erstellte Sanierungskonzepte, war Berater bei der Beantragung von Fördermitteln, bei Grundstückskäufen und anderen Rechtsvorgängen. Dabei unterstützte er nicht nur das städtische Bauamt, sondern auch Grundstückseigentümer oder Bauherren im Sanierungsgebiet.
„Haldensleben hat sicher nicht so viele Einzeldenkmale wie etwa Quedlinburg oder Wernigerode, aber der Stadtkern ist in seiner gesamtheitlichen Wirkung bemerkenswert", schwärmt Horst Müller. „Der Stadtgrundriss ist über die Jahrhunderte in den Grundzügen erhalten geblieben, ebenso die ca. 2,1 km lange Stadtmauer und 2 der ursprünglichen 4 Stadttore. Damit hat Haldensleben einen besonderen historischen Schatz. Toll, dass dieses Ensemble mit dem Rundwanderweg Schritt für Schritt in Ordnung gebracht wurde.“
„Schön wäre noch, wenn eine Sanierungsmöglichkeit für das 'Ratsfischerhaus' an der Stendaler Straße gefunden werden könnte“, so der Experte weiter. „Dieses Gebäude ist ein Bonbon. Saniert hätte es fast den Rang eines Kühneschen Hauses.“
Der historische Stadtkern Haldenslebens wurde 1991 in das Förderprogramm für städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen aufgenommen. Rund 42 Millionen Euro flossen seitdem in das rund 39 Hektar große Sanierungsgebiet. Das letzte Projekt mit Geldern aus diesem Programm wird 2018 mit Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer umgesetzt. Nach Abschluss der Maßnahme wird die Aufhebung der entsprechenden Sanierungssatzung vorbereitet.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler dankte Horst Müller für die hervorragende Zusammenarbeit und wünschte ihm alles erdenklich Gute für seinen Ruhestand.