Nach Kita-Sanierung: Birkenwäldchen-Kids sind wieder daheim

 Die »Waldkinder« bedankten sich mit Liedern und Gedichten bei den »fleißigen Handwerkern« auf der nun überdachten Terrasse.„Nicht oder kaum wiederzuerkennen“, so brachten die Gäste bei der Wiedereröffnung der Kita Birkenwäldchen in Satuelle ihr sehr freudiges Erstaunen zum Ausdruck. Haldenslebens stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler dankte allen am Umbau Beteiligten, die überwiegend in Haldensleben und der näheren Umgebung ansässig sind. „Unter der Federführung von Herrn Ulrich aus der Abteilung Hochbau haben sie dazu beigetragen, unserem Nachwuchs hier einen zeitgemäßen und ansprechenden Ort zum Spielen und Lernen zu schaffen“, sagte Sabine Wendler. Ihr Dank galt auch den Kindern und Erzieherinnen, für die Geduld und das Verständnis, weil die ungewohnte Umgebung des Ersatzkindergartens bestimmt die eine oder andere kleine Einschränkung mit sich brachte.

Die hatten diese aber gern auf sich genommen, damit folgende Aus- und Umbaumaßnahmen reibungslos und im Zeitplan durchgeführt werden konnten: Die Garderoben
wurden mit rauchdichten Abschlüssen zu den Fluchtweg-Ausgängen versehen und es gibt nun einen Rettungsweg über direkte Ausgänge aus den ständig besetzten
Gruppenräumen in Freie. Für zwei Gruppen wurde ein neuer Waschraum gebaut und für das Personal ein Aufenthalts- und Umkleideraum eingerichtet. Außerdem wurden
der Wärmeschutz der Außenwände deutlich verbessert, die Elektroinstallation und Trinkwasserleitungen teilweise erneuert sowie eine Brandmeldeanlage eingebaut. Auch die Heizkörper und dazu gehörigen Rohrleitungen sind ausgetauscht und neu installiert worden. Die neuen Tageslichtspots werden dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren. In einem guten Licht präsentieren sich auch die neu gestalteten Außenanlagen und Zugänge – ebenso wie die nun überdachte Terrasse.

Zwei Vogelhäuschen übergab Ortsbürgermeister Mario Schumacher an Kita-Leiterin Cornelia Schmidt.61 Kinder werden derzeit in der Kita betreut, davon 25 Krippenkinder. Speziell für diese kam in der gesamten Bausumme von knapp einer halben Million Euro, eine Fördersumme von 126.000 Euro zum Tragen. Bereitgestellt wurden die Fördermittel aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2015 bis 2018“ für Krippenplätze für unter Dreijährige. Kita-Leiterin Cornelia Schmidt war überwältigt von dem Sanierungsergebnis: „Wir sind alle sehr glücklich, endlich wieder hier sein zu können.“ Außerdem dankte sie ihren Mitarbeitern, die die beiden Umzüge an jeweils einem Tag bewältigt hatten. Ein großes Dankeschön richtete sie auch an die Eltern,
die durch Spenden die Erfüllung eines zusätzliches Wunsches ermöglicht hatten: Ein Außenwaschbecken auf der Terrasse.

Wie wohl die Kinder sich in ihrer alten neuen Einrichtung fühlen, brachten stellvertretend die Knirpse des Waldkindergartens mit einem musikalischen Dankeschön-Programm zum Ausdruck. Dann hieß es: „Keiner geht hier heute ohne Geschenk weg.“ Und so überreichten die Kinder den Gästen im Anschluss selbstgebastelte Traumfänger und magische Augen.

Geschenke hatten auch die Gäste dabei: Ortsbürgermeister Mario Schumacher spendierte im Namen des Ortsrates zwei Vogelhäuschen, Stadträtin Marlies Schünemann das Vorlesebuch „Tiere auf dem Bauernhof“.

Die Kinder der Kita Regenbogen halfen beim Einpacken fleißig mit.Und während in Satuelle der Wiedereinzug gefeiert wurde, haben die 98 Kinder der Kita Regenbogen in Althaldensleben die Umzugskartons gepackt. Sie sind mit ihren Erziehern am 10. November in die Einrichtung am Waldring auf dem Süplinger Berg gezogen wo bis vor kurzem noch die Birkenwäldchen-Kids vorübergehend untergebracht waren. Der Grund: Am 13. November fiel der Startschuss für die umfangreiche Sanierung der Kita Regenbogen. Bis 2019 sollen dort rund 2,3 Millionen Euro verbaut werden. Das Gebäude wurde 1981 gebaut, 1994 wurden Fenster und Heizkessel getauscht und 2010 die Außenanlagen neu gestaltet. Eine umfangreiche „Runderneuerung“ ist also dringend nötig. Auf der Sanierungsliste stehen unter anderem: Wärmedämmung, Heizkessel, Photovoltaikanlage auf dem Dach, Beleuchtung, Bodenbeläge, Fliesen, Terrasse, größere Gruppenräume.

Für Kita-Leiterin Eva-Maria Heidecke ist der Umzug auf den Süplinger Berg eine tolle Übergangslösung: „So bleiben wir alle zusammen und die Kinder müssen nicht auf andere Einrichtungen aufgeteilt werden. Dafür sind wir der Stadt sehr dankbar.“


Zwei Vogelhäuschen übergab Ortsbürgermeister
Mario Schumacher an Kita-Leiterin
Cornelia Schmidt.
Die Kinder der Kita Regenbogen halfen beim
Einpacken fleißig mit.