Tag des offenen Denkmals mit einem Blick in den alten Hospitalbau in Hundisburg

Karen Beyer in ihrem Haus in Hundisburg, im Hintergrund die ehemalige Schwarze Küche„Macht und Pracht“ unter diesem Motto steht der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017. Laut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die diesen Tag seit 1993 am zweiten Sonntag im September koordiniert, bezieht sich das Motto auf Denkmale, die weltliche und religiöse Machtverhältnisse abbilden: u.a. Schlösser, Kirchen, große historische Fabrikhallen oder auch Denkmale die an die Armut und Ohnmacht ihrer Zeit und Bewohner erinnern. So wie das denkmalgeschützte Haus von Karen und Jens Beyer, Hauptstraße 30 in Hundisburg. Obwohl die Adresse in keinem Programm auftaucht, wird dort die Tür am Tag des offenen Denkmals ebenfalls geöffnet (13- 16 Uhr). 

Das Gebäude wurde 1717 erbaut und birgt genau 300 Jahre Geschichte in sich. Es entstand als barocker Neubau für das einstige Hundisburger Hospital, das 1577 errichtet wurde. „Das diente seinerzeit nicht als Krankenhaus im eigentlichen Sinne, sondern vorwiegend zur Aufnahme hilfsbedürftiger alter Menschen“, erklärt Karen Beyer. „Damit passt es wunderbar zu dem diesjährigen Motto des Tages des offenen Denkmals.“

Besucher erhalten ein Bild von den aufwendigen Sanierungsarbeiten die hinter bzw. noch vor den Eigentümern liegen, sie erfahren einiges über die Vergangenheit des Gebäudes (z.B. über die „Schwarze Küche“) und über die Zukunftspläne der Beyers. Die ehemalige Schwarze Küche vor der Sanierung im Januar 2000„Das Haus soll nicht nur Wohnhaus sein“, sagt Karen Beyer. „Es soll auch zu einem Ort der Begegnung werden, an dem Menschen auf unterschiedliche Weise zusammenkommen. Zum Beispiel beim Yoga oder in einer Kreativwerkstatt.“

Weitere Termine zum Tag des offenen Denkmals in Haldensleben:

  • Schloss Hundisburg mit mehreren Führungen, Bierverkostung und Konzert
    (Infos: www.schloss-hundisburg.de)
  • Bülstringer Torturm, Bülstringer Straße 25 (10-18 Uhr)
  • Stendaler Torturm, Bornsche Straße (10-18 Uhr)
  • Haus der anderen Nachbarn, Steinstraße 18 (14-17 Uhr)
  • Alte Fabrik, Wedringer Straße 8 (14-17 Uhr)
  • Schlosskapelle, Lindenstraße 1, Bodendorf (14.30-17.30 Uhr) 

 

Die „Schwarze Küche“ auch Lese-Ort an den Stadtliteraturtagen

Karen Beyer empfing Herbert Beesten in der Schwarzen Küche. An den Stadtliteraturtagen unterhält der Autor hier die Gäste.Die ehemalige „Schwarze Küche“ taucht übrigens auch im Programm zu den bevorstehenden Haldensleber Stadtliteraturtagen auf (22.09-04.10.). Dort findet am 02.10.2017 die Autorenlesung mit Herbert Beesten statt (19 Uhr). „Keine Angst vor dem Mann in Schwarz in der ehemaligen ‚Schwarzen Küche‘“ lautet das Motto. Zuschauer können einen abwechslungsreichen literarisch/schauspielerischen Abend erleben, z.B. mit Autobahn-Stakkato, einer Flussreise und mit dem Speiseplan des neuerdings zuwandernden Wolfes. Aber auch für sein Lieblingsrezept fordert der Autor Respekt. Eintritt: 5 Euro, Voranmeldungen über 03904-42166.