B 71n: Jetzt geht’s los!

Foto von links: Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Manfred Behrens, Mitglied des Bundestages, Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel und Haldenslebens stellvertretende Bürgermeisterin Sabine WendlerMit dem symbolischen ersten Spatenstich am ersten Bauwerk, der Brücke über die Beber, starteten Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, nach 13 Jahren Planungsvorlauf den Bau der neuen Ortsumfahrung Wedringen. „Heute ist ein bedeutender, von den Wedringer Bürgerinnen und Bürgern lang ersehnter Tag“, sagte Webel beim Baustart. Täglich passierten mehr als 15.000 Fahrzeuge den Ort, rund 2.000 davon seien Lkw. „Die neue Ortsumfahrung wird Wedringen endlich von diesem enormen Durchgangsverkehr entlasten“, betonte der Minister. Anwohner und Verkehrsteilnehmer profitierten gleichermaßen vom Bau der neuen, 4,3 Kilometer langen Trasse.

Und – anders als bei manch anderem Straßenbauprojekt – folgen dem ersten Spatenstich nun auch nahtlos erste Taten:

Zunächst werden in wenigen Wochen die Archäologen übernehmen – schließlich ist der gesamte Bereich hochgradig „verdächtig“, Relikte aus verschiedenen vorgeschichtlichen Epochen zu verbergen. Parallel beginnen die Bauarbeiten an der neuen Brücke über die Beber und der Bau einer Ersatzstraße, die von der Hermes-Kreuzung bis hinter die Beberbrücke führt. Denn das gewaltige Verkehrsaufkommen kann nicht ohne weiteres umgeleitet werden. Wenn diese Brücke steht, folgt in der Winterzeit der Abriss der alten Brücke über die Kanonenbahn. Denn die „neue B 71“ wird im Stadtgebiet vierspurig ausgebaut – und natürlich ohne neue Brücke über die nicht mehr existente Bahn.

Grafik: Der künftige Verlauf der B71n (Quelle: OpenStreetMap.org)Im weiteren Verlauf entsteht die B 71n zwei- und teilweise dreispurig – auf der Westerwiese in Wedringen auf einem Damm. Auch mit der Aufschüttung dieses Dammes wird noch in diesem Jahr begonnen.

Für 2018 ist dann der Bau der nördlichen Doppelfahrbahn in der Stadtlage vorgesehen, 2019 dann die südliche. Auch beidseitige Rad- und Gehwege sind in der Stadtlage eingeplant. 2020/2021 schließlich folgt der Bau der eigentlichen Ortsumfahrung Wedringen bis zum jetzigen Parkplatz an der B 71. 43 Millionen Euro kostet das Projekt.