Stadt Haldensleben will bis 2019 rund
5,6 Millionen Euro in Kindereinrichtungen investieren

Die Kids der Regenbogen-Kita. Die Fliesen in ihrem Waschraum werden auch erneuert.„Wissen schafft Wohlstand“ – das ist keine neue Erkenntnis. Es ist auch kein Geheimnis, dass Bildung nicht erst in der Schule beginnt, sondern schon im frühen Kindesalter. Diese „frühkindliche Förderung“ in den Krippen und Kindergärten mit dem Übergang in die Grundschule bildet die Grundlage für einen guten Start auf dem Bildungsweg. Genau in diese Basis will die Stadt Haldensleben bis 2019 insgesamt 5,6 Millionen Euro investieren. Eine Investition in die Zukunft!
Es geht um insgesamt sechs Bauprojekte, die mit Hilfe verschiedener Förderprogramme realisiert werden, bzw. realisiert werden sollen. Die Objekte: vier Kitas und eine Grundschule. Schon Anfang September soll die erste Maßnahme abgeschlossen sein. Dabei handelt es sich um die Sanierung der Kita Birkenwäldchen in Satuelle. Rund eine halbe Million Euro sind dann in die Einrichtung geflossen. Unter anderem für die Erneuerung der Terrasse, der Abwasserleitungen, der  Dämmung und Fenster. Auch die Aufteilung der Gruppenräume wird neu gestaltet. Gefördert wurde diese Investition mit Mitteln des Hier entsteht die neue Rampe für die Kita Birkenwäldchen.Bundes aus dem  Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2015-2018“. Während der Bauarbeiten sind die „Birkenwäldchen-Kids“ am Waldring in Haldenslebenuntergebracht. Nach ihrem Rückgang nach Satuelle sind die Räume am Waldring schon für die nächsten „Untermieter“ reserviert. Und zwar für die Knirpse aus der Kita Regenbogen. „Wir rechnen damit, dass die Bearbeitung des Fördermittelantrages für diese Einrichtung in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen wird und wollen die Planung und die Vergabe der Bauleistungen noch in diesem Jahr durchführen“, sagt Holger Waldmann, Bauamtsleiter der Stadt.
Die Kita Regenbogen ist das umfangreichste Sanierungsprojekt im Maßnahmenkatalog. Bis 2019 sollen dort rund 2,3 Millionen Euro verbaut werden. Das Gebäude der Kita wurde 1981 gebaut, 1994 wurden Fenster und Heizkessel getauscht und 2010 die Außenanlagen neu gestaltet. Eine umfangreiche „Runderneuerung“ ist also dringend nötig. Dementsprechend lang ist die Sanierungsliste. Die Positionen sind: Wärmedämmung, Heizkessel, Photovoltaikanlage auf dem Dach, Beleuchtung, Bodenbeläge, Fliesen, Terrasse, größere Gruppenräume…
Parallel zu den Arbeiten im Objekt „Regenbogen“ soll in 2018 ein zweites Großprojekt anlaufen. Der Neubau der Kita Wirbelwind in Süplingen. Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen und Fördermittel sind beantragt. Auch hier sind mehr als zwei Millionen Euro angesetzt.
Die Grundschule Otto Boye - hier wird die Fassade saniert und der Speiseaum erneuert.Schon fast unbedeutend wirkt dagegen die vorgesehene, rund 130.000 Euro teure, Sanierung der vier Krippentrakte der Kita Max & Moritz. „Für diese Maßnahme liegt dem Fördermittelgeber eine Bedarfsmeldung vor. Sowie Mittel zur Verfügung stehen, werden wir einen entsprechenden Antrag stellen“, so Waldmann. Renoviert werden sollen u.a. Decken, Wände, Türen und der Schallschutz soll verbessert werden.
Eine weitere halbe Million Euro soll dann noch in die Grundschule „Otto Boye“ fließen. Dort sind gleich zwei Baumaßnahmen geplant. Noch in diesem Jahr ist der Start für den Umbau des Speiseraumes vorgesehen. Die neuen Bereiche sollen dann als Speiseraum/Cafeteria für die Grundschüler, als Kinderküche und als Betreuungsfläche für den Hort genutzt werden. In der ersten Jahreshälfte 2018 soll dann zusätzlich noch die Fassade des denkmalgeschützten Hauptgebäudes saniert werden.