Schlamm-Schaufeln für den Brandschutz

Feuerwehrkamerad Steffen Linzenburg steht im Schlamm neben dem verstopften SaugrohrEs war modrig und stank, aber der Bagger schaufelte für eine gute Sache – es ging um die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr.
Nach vielen Beratungen in Orts- und Stadtratssitzungen wurde am 5. April damit begonnen, den Schwanenteich in Süplingen zu Entschlammen. Ziel der rund 11.000 Euro teuren Maßnahme war es, den Teich bei Brandeinsätzen wieder als Löschwasserteich nutzen zu können. Das war in den letzten Jahren nicht möglich, weil das Saugrohr am Boden des Teiches verstopft war. „Im Ernstfall hätten wir natürlich den Hydranten anzapfen können, aber der liefert einerseits nicht die benötigten 800 Liter Wasser pro Minute, die wir in der Regel brauchen und andererseits würden wir dann mit Trinkwasser und nicht mit Löschwasser löschen“, erklärt Frank Juhl, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Haldensleben.

Ein wesentlicher Grund für die etwa 40 Zentimeter dicke Schlammschicht im Teich war hauptsächlich der Laubfall der 21 Bäume, die rings um den Teich standen. Die wurden in einer ersten Maßnahme im Frühjahr gefällt.

Nun folgte zweite Schritt, der mit dem Abpumpen des Wasser begann. „Dazu haben wir den Zulauf des Teiches mit einem aufblasbaren Kissen dicht gemacht und das Wasser über den Überlauf des Teiches abgelassen bzw. abgepumpt“, erklärt Frank Juhl. „Als der Schlamm raus war, haben wir den Stutzen des Saugrohrs abgebaut, gereinigt, ein Sieb erneuert und alles wieder anmontiert. Fertig.“

Schon drei Tage später war die Aktion beendet, der Stopfen aus dem Zulauf entfernt und neues, zukünftiges Löschwasser plätscherte in den Teich. Bis der Wasserstand die normale Höhe erreicht hat, werden aber noch etliche Wochen vergehen.

Da es sich bei dem Schlamm um unbedenkliches Material handelte, hatte die untere Abfallbehörde Wert darauf gelegt, ihn nicht Abfall zu entsorgen, sondern als Bodenaufwertung zu verwenden. Für diesen Zweck konnte eine Privatfläche in Süplingen gefunden werden.

In einer späteren, abschließenden Aktion sollen noch die Teichböschungen von Büschen und Wurzelwerk befreit werden, um ein erneutes Verschlammen zu verhindert.