Meldung schwerbehinderter Arbeitnehmer

Ein Mensch mit Behinderung arbeitet an einer Werkbank in einer SchreinereiDie Agentur für Arbeit Magdeburg teilt mit:

Rund 60 Prozent der Firmen in Magdeburg, Bördekreis und Jerichower Land haben die Anzahl der schwerbehinderten Mitarbeiter noch nicht gemeldet!

Seit Januar läuft das Meldeverfahren zur Überprüfung der Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Private und öffentliche Arbeitgeber, die durchschnittlich 20 und mehr Beschäftigte haben, sind gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt abführen. Die Agentur für Arbeit führt diese Erhebung durch.

Weniger als die Hälfte der Arbeitgeber hat bisher gemeldet

Im Agenturbezirk Magdeburg sind 1120 Arbeitgeber zur Meldung verpflichtet – davon fehlen aber noch 670. Bislang hat damit erst weniger als die Hälfte der Betriebe die Unterlagen abgegeben. Bei der Mehrzahl der Betriebe steht die Rückmeldung aus.

Meldung bis 31. März abgeben

Die Meldung kann noch bis zum 31. März 2017 erfolgen. Die Daten können online über die Internetseite www.rehadat-elan.de eingegeben werden. Das Programm bietet Eingabehilfen und Plausibilitätsprüfungen und leitet die Meldung direkt an die jeweils regional zuständige Stelle weiter. Beschäftigungspflichtige Unternehmen, die bislang keine Unterlagen erhalten haben oder Unternehmen, welche die Abgabe entrichtet haben, sind trotzdem anzeigepflichtig.
Bei Fragen rund um das Anzeigeverfahren und die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Arbeitnehmer steht den Unternehmen ihr persönlicher Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service zur Verfügung oder sie wenden sich per Mail an magdeburg.061-os@arbeitsagentur.de

Knapp 900 Schwerbehinderte suchen einen Job

Derzeit suchen 887 schwerbehinderte Menschen im Agenturbezirk Magdeburg einen Arbeitsplatz.
Verteilt auf die einzelnen Regionen sind das in der Landeshauptstadt 434, im Landkreis Börde 298 und im Jerichower Land 155 Personen mit Handicap. Gerade vor dem Hintergrund eines erhöhten Fachkräftebedarfes ergeben sich gute Chancen, um Menschen mit Handicap auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren.

Unterstützungsangebote sollen Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern

Um die Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben kümmern sich im Arbeitgeber-Service spezielle Experten. Die möglichen Maßnahmen reichen von Eingliederungszuschüssen (bis zu 70 Prozent des Lohns) bis hin zu Probebeschäftigungen. Weiterhin ist das Hinzuziehen des Technischen Beraters möglich, der kostenfrei zur behindertengerechten Einrichtung des Arbeitsplatzes berät. Hierzu gibt es auch finanzielle Hilfen (kostenfreie Hotline unter 0800 4 5555 20).