Radsportlegende Täve Schur zu Besuch in Haldensleben

Kinder lauschen Täve Schurs Erzählungen aus seinem bewegten SportlerlebenEigentlich sollte zum internationalen Kindertag am 1. Juni ja erstmals die Kleine Friedensfahrt mit Haldensleber Grundschülern stattfinden. Doch leider machte der Dauerregen dieses Vorhaben zunichte. Also wurde kurzfristig ein Zusammentreffen im Rathaussaal arrangiert. Bürgermeisterin Regina Blenkle begrüßte ihren Ehrengast und die Kinder. In ihrer kurzen Ansprache betonte sie die Bedeutung des Internationalen Kindertages „gerade in Hinblick auf den Kampf für die Kinderrechte. Es leben noch zu viele Kinder unter unwürdigen Bedingungen, werden ausgebeutet und mißbraucht. Allein in Deutschland gibt es aktuell 1,5 Millionen Kinder, die unter der Armutsgrenze leben und die nicht mal jeden Tag eine warme Mahlzeit bekommen.“ Auch sei es ihr wichtig, zu wissen, was sich die kleinen Haldensleberinnen und Haldensleber wünschen und was ihnen wichtig ist. Schließlich sollen sich alle wohlfühlen in der Stadt. Als nächste Anregung der Stadtteildetektive werde zum Beispiel die Plakatierung der Schaufenster am ehemaligen Rolandkaufhaus mit den Wünschen der Stadtteildetektive umgesetzt.

Die Kleine Friedensfahrt auch in Haldensleben durchzuführen, liegt zum einen der Gedanke zu Grunde, das sportliche Aktivitäten gut für Gesundheit sind und zum anderen, dass Sport auch länderübergreifend verbindet und damit auch ein Mittel zur Verständigung ist. Die Kleine Friedensfahrt zum Kindertag soll in Haldensleben Tradition werden und für die nächsten Rundfahrten wünscht sich die Bürgermeisterin, dass dann auch Kinder mit Migrationshintergrund mitfahren.

Täve Schur trägt sich in das Goldene Buch der Stadt einTäve Schurs Eintrag in das Goldene Buch der StadtTäve Schur berichtete dann so einige Geschichten aus seiner langjährigen Laufbahn als Radsportamateur, in der er viele nationale und internationale Preise einheimsen konnte. So war er zweimaliger Friedensfahrtsieger und zweimal Weltmeister bei den Amateurweltmeisterschaften in den 1950iger Jahren. „Die Bedingungen waren seinerzeit keinesfalls so optimal wie heute, sowohl was die Ausrüstung als auch die Straßenzustände betraf“, erklärte er den Kindern, die einige Fragen an ihn stellten. Auch betonte er, wie wichtig Sporttreiben für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit sei und dass er noch immer am Wochenende so seine 50 bis 60 Kilometer runterschraubt, einfach um Kreislauf und Muskulatur in Trab zu halten. Schlussendlich wurde ihm noch die Ehre zuteil, sich in das goldene Buch der Stadt einzutragen.