Stadtteildetektive: Neues Spielgerät im Rolandgarten eingeweiht

Die 4a der Gebrüder Alsteinschule Eifrig haben die Stadtteildetektive im letzten Herbst ihre Stadt und die Lupe genommen, Schönes und weniger Schönes aufgedeckt. Die Anregungen und Hinweise der Nachwuchs-Haldensleber werden von Bürgermeisterin Regina Blenkle und der Stadtverwaltung sehr ernst genommen und soweit machbar auch nach und nach umgesetzt. Dazu gehörte auch der Vorschlag zusätzlich eine Kletterkombination im Rolandgarten zu installieren, an dem sich die mittelgroßen Kinder austoben können, die dem Kleinkinderspielplatz entwachsen sind. Davon machten zur Einweihung stellvertretend die Grundschüler der 4a aus der Gebrüder Alsteinschule begeistert Gebrauch. Das 28.900 Euro teure Spielgerät wurde aus dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt gefördert.

Hintergrund:

Bei dem Projekt „Stadtteildetektive“ ergeben sich für die Stadt verschiedene Themen, auf die reagiert werden sollte, aber vielleicht zuvor nicht so präsent waren. Kinderaugen sehen ihre Umgebung oft ganz anders! Bei der Quartiersentwicklung hilft dieses Projekt sehr.

Bereits beim ersten Mal wurden einige Missstände behoben, und neue Projekte wurden ins Leben gerufen. So wurde der Mikadospielplatz im Waldring erweitert, so dass kein Sperrmüll mehr auf der Wiese abgestellt werden kann und die Hausanschlussstation der SWH wurde gemeinsam von Kindern und einem Künstler mit Graffiti gestaltet.

In diesem Jahr stellten die Detektive eigene Regeln auf, die auf einem Großwandplakat beispielsweise an der Bushaltestelle im Waldring zu sehen sind. Des Weiteren wurde die bemängelte Verkehrssituation vor der St.-Hildegard-Schule im Dammühlenweg durch die umgehende Geschwindigkeitsreduzierung deutlich verbessert. Auch wurde die kritisierte Fassade des Rolandkaufhauses wieder teilweise durch die Gestaltung der Schaufenster durch selbst gemalte Bilder zum Thema „Haldensleben in der Zukunft“ verschönert.

Einige Themen sind allerdings nicht immer so leicht umzusetzen: seit Jahren wird an der Umgestaltung des Waldrings geplant, um die Situation der Bushaltestellen vor den Schulen zu verbessern. Oder auch ein weiterer Zebrastreifen am Pennymarkt in der Neuhaldensleber Straße ist aufgrund dessen, dass es keine kommunale Straße ist, nicht einfach zu realisieren.

 Stadtteildetektive: Haldensleber Schüler verschönern Rolandkaufhaus – Ausstellung der Bilder zum Altstadtfest in der KulturFabrik

Roland2Aufmerksam inspizierten die Stadtteildetektive im Herbst des vergangenen Jahres ihre Stadt. Dabei entdeckten sie viel Schönes, aber auch so einiges Verbesserungswürdige. Einer der Kritikpunkte war die unansehnliche Front des Rolandkaufhauses. “Im Rathaus wurde sofort nach Lösungen gesucht“, sagt Bürgermeisterin Regina Blenkle. „Die Meinung unserer Kinder ist uns sehr wichtig. Sie sind schließlich diejenigen, die hier später leben werden.“

Die Idee: Das Gebäude hat vier Schaufenster und in der Stadt gibt es vier Grundschulen. Am Ende hat jede Grundschule ein Schaufenster gestaltet. Die Schüler sollten sich ihre Stadt in der Zukunft vorstellen und ihre Wünsche in Bildern ausdrücken. Nun verzieren einige der Werke als Großflächenplakate die Schaufenster des ehemaligen Kaufhauses. Weil der Platz nicht ausreichte, um alle Bilder zu berücksichtigen, werden die gesamten Schüler-Arbeiten während des Altstadtfestes am Samstag und Sonntag von 10 bis 14 Uhr in der KulturFabrik ausgestellt.

Als Dankeschön für ihre tollen Ideen bekamen die kleinen Künstler von der Bürgermeisterin ihre „Gemälde“ aus dem Schaukasten in Miniformat überreicht und jeweils 100 Euro für die Klassenkasse.

 

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Forderungen der „Stadtteildetektive“ auf Großflächen-Plakat

Forderungen der Stadtteildetektive auf Großfächen-PlakatForderungen der Stadtteildetektive auf Großfächen-PlakatGemeinsam mit Bürgermeisterin Regina Blenkle starteten die Kästner-Detektive Thorben Ritzmann, May Arnold und Max Pfenning an der Bushaltestelle am Waldring die Großflächen-Plakat-Aktion der Stadtteildetektive. 2015 hatten Schüler mehrerer Schulen aus Haldensleben Glanzpunkte und Missstände in ihren Stadtteilen erkundet. Bei der Auswertung der Ergebnisse wurden letztlich 11 Forderungen formuliert, von denen sich sechs auf dem Plakat wiederfinden. Das wünschen sich die jungen Haldensleberinnen und Haldensleber, um sich in ihrer Heimatstadt wohlzufühlen. Dazu kann jeder Bürger und jede Bürgerin beitragen, wie nun auch in großen Lettern zu lesen ist.

2. Kinderversammlung: der Stadtteildetektive: Schnelle Antworten und lautstarke Forderungen

Lautstarke Forderungen der StadtteildetektiveStadtteildetektive bei der KinderversammlungEinmal richtig laut losschreien – und das auch noch mit dem OK der Erwachsenen: Das war das Privileg der diesjährigen „Stadtteildetektive“. Denn zwölf Wünsche, Ideen und Forderungen hatten die Grund- und Sekundarschüler der zweiten Kinderversammlung zusammengetragen – und welche davon am wichtigsten sind, wurde per Lautstärkemesser ermittelt.

Und dies sind die Wünsche und Forderungen:

  • Bitte repariert den Dammühlenweg.
  • Wir wollen sicher die Straße überqueren!
  • Litfaß-Säulen in Kinderhand!
  • Wir müssen die Spielplätze sauber halten!
  • Hundekot gehört in die Tüten!
  • Vor den Schulen bitte nicht zu schnell fahren!,
  • Das Rolandkaufhaus wird neu gemacht?
  • Die Wege sollen nicht kaputt gemacht werden!
  • Mehr Spielgeräte im Rolandgarten!
  • Müll kommt in den Mülleimer!
  • Schmierereien dürfen NICHT sein.

Eine klare Ansage an die Vertreter der Stadtverwaltung, die bei der zweiten Kinderversammlung zu den im November aufgeworfenen Problemen Stellung nahmen. Eine erste Vollzugsmeldung gab es für die Detektive der St.-Hildegard-Schule: Auf dem Dammühlenweg ist nun eine Tempo-30-Zone vor der Schule eingerichtet worden.

Andere Probleme sind nicht so schnell lösbar: So ist Reparatur des Gehweges am Waldring nicht ganz so schnell umzusetzen. Sie steht auf der Dringlichkeitsliste, kann aber erst 2016 umgesetzt werden. Auch einige zusätzliche Zebrastreifen, die die Kinder forderten, können aus rechtlichen Vorgaben heraus nicht angelegt werden. Dennoch soll nach der Kinderversammlung der Dialog nicht zu Ende sein:

„Kinder haben einen anderen Blick auf ihr Umfeld und deswegen sind Eure Anregungen für uns Erwachsene so wichtig. Denn Ihr seid Teil unserer Stadt und Ihr müsst Euch genauso wohl fühlen wie die Erwachsenen. Bleibt dran, Missstände aufzuspüren. Da könnt ihr immer anrufen oder eine Mail schreiben, wir kümmern uns!“ versprach Büroleiter Wolfgang Bierstedt stellvertretend für die Bürgermeisterin.

Die Ausstellung mit den Erkenntnissen der Stadtteildetektive ist noch bis Weihnachten in der Kulturfabrik zu sehen.

Die Präsentation zur 2. Kinderversammlung “Antworten an die Stadtteildetektive“ ist hier hinterlegt.

 

1. Kinderversammlung am 3. November - Stadtteildetektive berichten

Kinderversammlung der StadtteildetektiveLogo StadtteildetektiveEtwa 200 Schüler der vier Grundschulen der Stadt sowie der Sekundarschule Marie Gerike waren in den letzten Wochen als Detektive in ihren Stadtteilen unterwegs, um „Schätze und Probleme“ aufzuspüren. Anschaulich dokumentierten sie ihre „Fundstücke“ auf großen Wandzeitungen.

Besonders positiv fielen die schmucken Fachwerkhäuser und die Hagenstraße mit den sieben Aufrechten und den Einkaufsmöglichkeiten auf, der Spielplatz mit der Kletterlandschaft am Alten Friedhof. Umso mehr stachen die „Schandflecke“ hervor, denen dringend mit Farbe zu Leibe gerückt werden sollte. Das Rolandkaufhaus gefällt nicht so sehr und schon gar nicht die vielen Schmierereien an Wänden, Tafeln, Haltestellen und Mülleimern. Als Gefahrenquelle wurden die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer am Marktplatz ausgemacht sowie in Althaldensleben an einigen Stellen ein desolater Fuß- und Radwegzustand mit Stolperfallen. In Sachen Verkehrssicherheit sollte auch am Süplinger Berg noch nachgelegt werden: So wäre ein Radweg wünschenswert und eine Verbesserung der Sicherheit an der Bushaltstelle. Dass viele Leute einfach ihren Müll achtlos auf die Straße und in die Landschaft entsorgen, fiel ebenfalls allen Trupps auf.

Die „Kästner-Detektive“ freuten sich vor allem über ihre tolle „neue“ Schule und das Rollibad sowie Kids & Co und die Familienwerkstatt des Kinderschutzbundes in direkter Nachbarschaft.

Die St. Hildegard – Detektive wünschen sich für Althaldensleben einen Zebrastreifen bei der Bushaltestelle am Marktzentrum. Ihnen gefallen in ihrem Stadtteil vor allem die Berufsschule, der Landschaftspark sowie die KITA St. Johannis in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft und auch die gute ärztliche Versorgung im Stadtteil. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Gebrüder Alstein erhoffen sich im Rolandgarten noch weitere Spielgeräte.

Die Stadtverwaltung und das Quartiersmanagement prüfen nun, an welcher Stelle schnell Abhilfe geschaffen werden kann und bestimmte Maßnahmen in eine mittel- oder längerfristige Planung eingebunden werden können. Als Beispiele aus der „Vorgängerrunde“ 2012 verwies Quartiersmanager Sebastian Lopitz (StadtBüro Hunger), dass im Ergebnis dieser zum Beispiel die Kletterlandschaft auf dem Alten Friedhof entstanden ist sowie die verschmierte Trafostation und die Mauer am EDEKA unter Anleitung eines professionellen Graffitikünstlers von Kinder und Jugendlichen aus dem Kids & Co verschönert worden sind. Zur Entschärfung der Verkehrssituation an der Bushaltestelle am Waldring ist eine Buswendeschleife vor dem Rollibad im Gespräch.

Auch Bürgermeisterin Regina Blenkle hatte aufmerksam den Ausführungen der kleinen Detektive gelauscht und abschließend angemerkt “dass das gute Hinweise seien. Da geht man gleich mit einem ganz anderen Blick durch die Stadt.“ Die Anregung, die Rathausfassade mit Blumen etwas „hübscher“ zu gestalten, versprach sie zum kommenden Frühjahr umzusetzen. Vorschläge, die mit baulichen Belangen zu tun haben, werden im Bauausschuss mit auf die Tagesordnung kommen.

Die nächste Kinderversammlung, bei der die ersten Zwischenergebnisse  durch die Verwaltung präsentiert und das weitere Vorgehen besprochen werden soll, findet am 8. Dezember 2015 wieder in der Kulturfabrik statt. Die von den Schülern gestalteten Schautafeln sollen anschließend noch im Rahmen einer zweiwöchigen Ausstellung in der Kulturfabrik zu sehen sein. Das Projekt wird aus dem Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" finanziert.

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2015_Stadtteildetektive_Alstein (2)
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2015_Stadtteildetektive_Alstein (1)
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2015_Stadtteildetektive _Alstein (7)
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2015_Stadtteildetektive (7)
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2015_Stadtteildetektive (6)
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2015_Stadtteildetektive_StHildegard (5)
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2015_Stadtteildetektive_StHildegard (4)
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